Werra-Radweg

Durchs Werratal 22. - 25. 09. 2004
 
Die Werra entlang, von Wasungen bis Hannoversch-Münden (ca. 220 km). Wir hatten vier Tage, wobei am An- und Abreisetag jeweils nur ein halber Tag zum Radeln blieb.
Der Werra-Radweg ist hier eine bekannte Größe, fast durchgehend gut beschildert, mit Rastplätzen und teilweise auch mit Hinweisen auf Restaurants und Hotels am Wegesrand. Wegen der Bauarbeiten bei der Süd-Thüringen-Bahn war nicht Eisfeld (Werraquelle) der Ausgangspunkt sondern Wasungen - bis hierher konnte man mit Bahn und Rad anreisen.
Wetter: Wir starteten bei leichtem Landregen, der sich schnell mit heftigen Güssen abwechselte. Nachdem wir einmal durchnäßt waren, empfanden wir leichten Niesel schon als Schönwetterperiode. Das blieb bis zum Nachmittag des zweiten Tages so. Da kam erstmals die Sonne raus, direkt von vorn und mit nerviger Blendwirkung. Am dritten Tag war es deutlich besser, es blieb trocken, dafür blies ein kräftiger Wind. Am letzten Tag gab es nur zwei Regenphasen - gegen Mittag war es fast heiter.
Gasthaus Linde Markt Bad Salzungen schöner Weg a.d. Flußaue
weg vom Fluß, auf die Höhen Vacha, Rathaus Vacha, Hotel Adler (links)
Landschaft: Eine typische deutsche Mittelgebirgslandschaft. Wälder, Flußauen, Landwirtschaft. Meist sanfte Hügel aber gelegentlich auch schroffe Felsen, wenn der Fluß sich seinen Weg durch das Gestein gegraben hat.
hinten: Kaliberg (Abraumhalde) Hörschl (Beginn d. Rennsteigs) Creuzburg
Dörfer/Städte: Saubere, gepflegte Ortschaften und Fachwerk allenthalben. Sehr gut erhaltene oder restaurierte alte Städte. Man merkt, hier findet Tourismus statt.
Herberge "Im Kleegarten" in Heldra ...Ruhestätte daselbst... ... und die originelle Gaststube
Essen/Unterkunft: Die Thüringer Küche hat ja einen Ruf, wir haben immer gut gegessen, ordentliche Portionen und deftig gewürzt. Es gab auch keine Probleme beim Auffinden einer Gaststätte, außer in Neustädt, wo uns eine Einheimische den Weg zu einer Futterstelle weisen mußte.
Zimmer haben wir immer bei der ersten Nachfrage gefunden - außerhalb der Saison! Die Unterkünfte waren sehr gediegen, die Preise annehmbar, zwischen 26 und 31 Euro pro Person, ausgiebiges Frühstück inklusive. Besonders urig war die Herberge Im Kleegarten in Heldra, ein restauriertes Gutshaus (siehe Bilder).
an der Werra: Wald,Flußauen, Dörfer und Städte mit romantischem Fachwerk und Burgen
Radweg: Der Radweg ist fast durchgängig gut beschildert, die Karte brauchten wir nur ganz selten. Von der Struktur bietet er alles: kleine Landstraßen, getrennt angelegte, asphaltierte oder geschotterte Radwege, Wanderwege durch Feld und Wald. Trotz des ausgiebigen Regens waren alle Wege noch gut passierbar, wenn man sich nicht vor Dreck fürchtet. Entgegen der Erwartungen, eine flache Fahrt am Fluß zu absolvieren, gibt es doch ein paar Steigungen (z.B. Kreyenberg!). Insgesamt ist der Weg sehr interessant und abwechslungsreich und für so eine Mehrtagestour ideal.
 
Hier im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Hessen befindet man sich auf dem Boden alter deutscher Geschichte - und an der ehem. Grenze zwischen BRD und DDR. Die Werra fließt mal in Hessen, mal in Thüringen und die Grenze orientiert sich nicht am Fluß. So pendelten wir öfters zwischen den Ländern, was man Heute nur noch bemerkt, wenn man gezielt danach sucht.
Bad Sooden-Allendorf (Allendorf)  

Hannoversch-Münden

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Stand: 25. April 2005.