Inhalt
Brauhaus
Wenn ich aus dem Haus saus
dann eile ich ins Brauhaus
ich geh da mit ner
Frau aus
und lass dann voll die Sau raus
(träum weiter, Junge)
komm ich
später blau z`haus
sieht der Morgen grau aus.
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Fahrradreparatur (aber wann?)
Zur Erläuterung: das Rad
müsste mal zur Reparatur,
die Werkstatt liegt aber in Gartenfeld
(3 km Luftweg)
Jäh schreckt Susi hoch im Bette:
„Zahnkranz, Schaltung,
Fahrradkette!“
Heute geht nicht, aber Morgen
Will ich mich um’s Fahrrad sorgen.
Denn für’n Ausflug auf das Land
Muss es technisch auf den Stand
Dass die Kette nicht mehr springt
Und mich aus der Fassung bringt.
Schnell verfinstert sich die Miene
Die ganze Woche voll Termine!
Voll verplant, was mach ich nur
Wann bring ich’s zur Reparatur?
Nächste Woche, ganz bestimmt!
(Hoffe nur, dass er’s auch nimmt)
Sicher dauert das ne Zeit
Bis es wieder fahrbereit.
Wenn der Herbst färbt die Natur
Brech ich auf zur ersten Tour
Weit hinaus aufs flache Land
Das mir bisher unbekannt.
Das wird sicher wunderschön
Durch grüne Auen, über Höhen
Dahinzuradeln, wie’s gefällt
Doch wann schaff ich’s nach Gartenfeld?
Wenn ich’s nur schon geregelt hätte
Bevor mit Schnee und Eisesglätte
Der Winter sich in Spandau zeigt
Sonst wär’ das ganze Jahr vergeigt.
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Frauentag
Heute darf man keine schlagen
so wie an den anderen Tagen
die Faust bleibt in der Tasche geballt
den ganzen Tag lang keine Gewalt
nicht eine Einzige von allen Frauen
auf der ganzen Erde darf man hauen
auch Tiere und Kinder niemals prügeln
stets freundlich sein, den Jähzorn zügeln
nur Männern - ohne Vorbehalt
wird schnell mal eine reingeknallt
die werden versemmelt ohne zu fragen
da gilt das Faustrecht an allen Tagen
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Gelogen
Wenn Du sagst, Du magst kein Bier
dann nick ich brav: „ich glaube Dir“.
Wenn Du mir gleich darauf erklärst
dass Du gern zur Arbeit fährst
„möglichst früh“ hör ich Dich sagen
„das ist das Schöne an Arbeitstagen,
je länger je lieber – das gilt auch hier!“
Gewiss, mein Schatz, ich glaube Dir.
Nur eine Bitte: (Du verzeihst)
beim nächsten Mal lüg nicht so dreist.
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Alles im Lot auf dem Segelboot
Die See liegt still im Abendrot,
es riecht nach Fisch aus jedem Schot.
Der Skipper sitzt auf seinem Boot
und wartet auf sein Abendbrot.
In der Kombüse, in größter Not,
schlägt Skippers Frau die Fliegen tot,
missachtet so das fünfte Gebot.
Es piept und fiept das Echolot,
weil grad voraus die Sandbank droht.
Der Skipper ärgert sich, sieht rot,
verlangt sofortiges Sandbankverbot.
Und daß er den verantwortlichen Idiot
ganz gerne an den Masten knot'.
Die See liegt still im Abendrot
der Skipper verzehrt sein Abendbrot
der Thunfisch war im Angebot.
(für Olaf zum Geburtstag)
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So beginnt die tägliche
Büroarbeit....
Zu allererst wird mit Bedacht
Der Computer angemacht.
Dann wird die Jacke aufgehängt,
weil sie am Schreibtisch sehr beengt.
Dann die Begrüßung der Kollegen
das muß sein, des Klimas wegen.
Dann ausgepackt, was mitgebracht
das Frühstücksbrot, von Hand gemacht.
Dann geht man ruhig, ohne Hetzen,
das Kaffeewasser aufzusetzen.
Zurück zum Drehstuhl, dem bequemen,
um die Arbeit aufzunehmen.
Doch leider ist der Apparat
fürs Tagewerk noch nicht parat.
Er rappelt und zuppelt so vor sich hin,
wieso, weshalb, mit welchem Sinn?
Das Lämpchen flackert aufgeregt,
die Platte wird, so scheint's, zersägt.
Er prüft sich ganz gewissenhaft,
ob er's Heute noch mal schafft?
Da sitz ich nun, ich armer Tor
und hatte eigentlich was vor.
Geduld - jetzt gleich - die Zeit verrinnt,
schon ladet er den AK-Print.
Er ist bereit, nun darf ich ran,
der Arbeitstag fängt endlich an.
Herr Becker kommt mir in den Sinn:
"Das ist ja einfach, ich bin drin!"
Rentnerglück
Ich war grad nach durchzechter Nacht
mit Schädelbrummen aufgewacht.
Von draußen dröhnte Straßenlärm,
ein Schrecken fuhr mir ins Gedärm.
Wie Schuppen fiel‘s mir aus dem Haar
das es schon Montagmorgen war!
Der Atem stockt, der Puls, er rennt
verdammter Mist, ich hab verpennt!
Die Uhr zeigt acht, es ist schon hell,
die Arbeit ruft, jetzt aber schnell!
Doch wie ich aus dem Bette fahr
da wird mit einem Schlag mir klar
dass ich schon lang auf Rente bin
- und leg mich leise wieder hin.
Xxxxx xxxxxxxxx
Xxxx sss ssssssssss sssss sssss
xxxxxxxx xxx xxxx xxxxxx xxxxx xxxxxxxx
Xxxxx xxx xxx xxxxxxxx xxxx xxxxx
xxx Xxxxxx xxxxxxx xxxxx xxx xxxx
-
Xxxxxx Xxxxxxx
Wo sind die Jahre all' geblieben,
als Knabe entrechtet und heimatvertrieben
arm aber ehrlich, mit lockigem Haar
wurde Edgar der humanistischen Bildung gewahr.
Mit diesem Rüstzeug und dem Gewehr in der Hand
verteidigt im Heer er das Vaterland.
Der Bildungshunger trieb weiter den Mann
drum fing er die Lehre bei Siemens an.
Es tat sich ihm auf - außer Zeitungen,
die Welt der Kabel und Leitungen.
Den Wundern der Längenfertigung
weiht er sein Schaffen - er war noch so jung.
Wohl 30 Jahre sind seitdem vergangen,
nun hat er den Job an den Nagel gehangen.
Hat Frau und Kinder und Schrebergarten,
und kann in ein neues Leben starten.
Denn wenn man es so recht bedenkt,
wird man durch Arbeit eingeschränkt.
Weil sie die Schaffensfreude nimmt
vor allem, wenn sie fremdbestimmt.
Auch als Rentner hast Du viel zu tun,
doch eigener Wille treibt Dich nun.
Carpe diem und festina lente,
und erfreue Dich lange Deiner Rente.
(für Eddy zum Geburtstag und
Vorruhestand)

Stand: 07.Januar 2011.