Die Drasover, Gäste auf unserem Jubiläumsturnier 2002, hatten uns zu ihrem Kleinfeldturnier eingeladen. Mit Unterstützung der Betriebsleitung, Herrn Kläring, konnten wir der Einladung folgen und eine Fußballreise in die Tschechei unternehmen. |
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| Pünktlich, wie gewohnt, sammelten sich
die Reisenden am Donnerstag um 12 Uhr beim Pförtner
Motardstr. in Erwartung des Busses. Beim Durchzählen
kamen wir immer wieder nur auf 8, alle anderen hatten
ihre Zusage nicht eingehalten. Es ist doch erstaunlich,
welche heimtückischen Schläge das Schicksal für uns
bereit hält, die uns daran hindern, gegebene Versprechen
nicht einhalten zu können: Geburtstage lieber Freunde,
Besuch von Verwandten, Hochsommerwetter usw.
Nach
längerer Suche war dann auch der Bus aufgetrieben worden
("Parkplatz Siemens" ist in Siemensstadt nicht
gerade ein präziser Treffpunkt). Schnell waren die
Taschen verstaut und nach der erfreulichen Feststellung,
dass der Bus mit Klimaanlage ausgestattet war, konnten
wir es uns in seinem Inneren bequem machen (wir waren ja
nur 8 statt 15). Dann hätte es losgehen können,
Richtung Tschechien. Hätte, wenn und aber. Der Fahrer
erkundigte sich, ob alle ihren Ausweis oder Pass dabei
hätten, denn es geht ja über die |
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| 1. Milch und warmer Kakao waren sehr schnell
ausgetrunken und somit der Rest des Kindergeburtstags nur
mäßig lustig, zumindest für den einzigen Erwachsenen
an Bord.
2. das mehrstündige verbale Aufwärmtraining steigerte sich bis zur Verheißung, am nächsten Tag die Gegner ganz alleine schwindelig zu tanzen und dass die Aufnahme von Flüssigkeit jeder Art der Formsteigerung nur förderlich sein könne. Nach 22 Uhr erreichten wir Tisnov, ein paar Kilometer von Drasov entfernt und parkten am Marktplatz beim Hotel "Kvetnice" ein. Zwei Herren der Betriebsleitung aus Drasov, Herr Kytner und Herr Baldauf, empfingen uns herzlich und luden uns zu einem Begrüßungstrunk und Imbiss ein. Wir saßen vor dem Hotel in warmer Nachtluft, und erholten uns von der langen Autofahrt. |
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Busfahrer Ulli |
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| Die Zimmer und die sanitären Einrichtungen erwiesen
sich als hervorragend und der viertel- stündliche
Glockenschlag von der Kirchenglocke (er klang, als ob
Quasimodo Rheuma hätte) wurde bald nicht mehr
wahrgenommen. Das große 6-Uhr-Läuten war dann schon wieder ganz deutlich zu vernehmen und das Zeichen, langsam wieder in die Gänge zu kommen. Rechtes Bild: Blick vom Hotelzimmer auf den Marktplatz |
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| Am Samstag war auf dem Marktplatz ein
Oldtimer-Treffen. Vom Moped bis zur Luxus- limousine war
vieles aufgeboten. Von einigen Fahrzeugen hätte man es
nicht für möglich gehalten, dass es so etwas überhaupt
gibt, geschweige denn, dass es auf der Straße fahren darf. |
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| Um 8:30 war Treffen zur Stadtbesichtigung von Brno (Brünn). Zum Frühstück war Herr Kläring zur Stelle und hatte Herrn Rudolph als Verstärkung für die Mannschaft mitgebracht. Außerdem hatte sich unsere charmante Führerin Frau Lackova eingefunden, die uns die Stadt Brünn zeigen wollte. Kurz vor 9 Uhr ging es los, die rund 25 km ging es meist über die Autobahn. | |
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Nach einer kurzen Erfrischungspause in einem Straßencafe war es höchste Zeit zum Bus zurückzukehren und den nächsten Tagesordnungspunkt zu erledigen. |
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| Weitere
Bilder zur Stadtbesichtigung |
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Besichtigung Brünn
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| Auf der Rückfahrt von Brünn
besichtigten wir das Werk Drasov. Hier werden Hoch- und Niederspannungs-Asynchronmotoren von 0,2 bis 3 MW sowie Synchrongeneratoren bis 5,5 MVA gefertigt. Das Werk besteht seit über 90 Jahren, es wurde 1994 von Siemens gekauft und gehört zu A&D LD. Herr Kläring war hier Werkleiter und konnte uns einiges aus der Entwicklung berichten. Die Renovierung ist noch nicht abgeschlossen, es wird weiter gebaut und repariert. Die Fertigungstiefe ist beeindruckend, hier gibt es eine Giesserei, die Bleche werden hier gestanzt und gepackt. Wir konnten auch die wohlbekannte Stegwellenfertigung wiedersehen. Zum Abschluß gab es in der Werkskantine ein Mittagessen. |
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Um 15 Uhr traten alle Mannschaften zur Begrüßung an. |
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Herr Kytner begrüßt die Teilnehmer, sieben Mannschaften aus verschiedenen Siemens- Standorten in Tschechien und die Berliner Gäste. |
Miss "Schlabberhose Brno 2003" verkündet, dass sie schwitzende Männer in kurzen Hosen echt süß finde und dass sie bei der Siegerehrung Küßchen verteilen wird, was die Mannschaften mit freudigem Beifall quittieren. |
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Unsere Mannschaft in neuen
Trikots, die von der Firma Trebes & Henning
(Arbeitsschutzartikel) gestifteten wurden.Sieht das Team nicht schmuck aus? Es
wurde auf zwei Kleinfeldern mit sechs Feldspielern und
einem Torwart gespielt. Auswechselung war jederzeit
fliegend möglich (wenn man genügend Spieler hatte!). |
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| Weil
wir im Gegensatz zu den anderen Mannschaften kaum
auswechseln konnten, war es ein harter Kampf. Die kurzen
Pausen waren für Regeneration und taktische Planungen
dringend nötig, so konnten die Spiele alle offen
gestaltet werden, eines wurde sogar gewonnen und eines
ging unentschieden aus. Der Plan, mit dem letzten Spiel den zweiten Platz zu erkämpfen scheiterte leider durch ein
tragisches Eigentor. Angesichts der oft weit jüngeren
und eingespielten Teams war das Abschneiden recht
achtbar, wir wollten uns als höfliche Gäste auch nicht
in den Vordergrund drängen.Gegen Ende des Turniers zog ein Gewitter auf. Da wir bei den letzten beiden Ansetzungen spielfrei waren, waren wir vom Regen wenig betroffen. |
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| Weitere Bilder zum Turnier |
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![]() ![]() Nach dem Turnier wurde in der von Besuchern und Teilnehmern gut gefüllten Gaststätte nebenan Essen und Trinken ausgegeben. Wir waren mit Gutscheinen versorgt und bei einheimischer Livemusik wurden Leib und Seele aufgefrischt. |
| Die Siegerehrung erfolgte im Festsaal der Gaststätte. Alle Mannschaften erhielten neben dem Pokal einen Karton Bier überreicht. Unser Sportkamerad A.Schmidt durfte dann aus der Hand der Miss "Drasov und Umgebung" den Pokal für den vorletzten Platz in Empfang nehmen - das war genauso schön, als ob es der Siegerpokal gewesen wäre. |
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| Nach der Siegerehrung ging es ins Hotel und abends in die Disco nach Brünn. Die Aussagen über diese Veranstaltung gehen aber weit auseinander, so dass man nichts gesichertes darüber aussagen kann. Es ist auf jeden Fall sehr früh geworden, so dass die Abfahrt am nächsten Morgen nicht ganz pünktlich erfolgen konnte... |
Zum Abschluss gilt unser herzlichster Dank Herrn Kläring, der die Reise ermöglicht hat und uns vor Ort betreut hat. Er hat nicht nur die Besichtigung von Brünn organisiert und die Werksbesichtigung in Drasov, er hat auch im Turnier von der ersten bis zur letzten Minute mitgekämpft. Die Besichtigung von Prag auf der Rückfahrt hatte er auch arrangiert, die müden und erschöpften Fussballerbeine konnten oder wollten nicht mehr - so fiel dieser Programmpunkt aus. Wir bedanken uns auch bei den Herren Kytner und Baldauf vom Drasover Werk, die uns freundlich aufgenommen haben. Sie haben uns das Werk gezeigt und in der Kantine verköstigt. Daneben haben sie sich herzlich um uns gekümmert, solange wir dort waren.
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