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Mit meinem Bruder Mario war ich um 11:30 am Würzburger Bahnhof verabredet. Der Zug war pünktlich und Mario tauchte auch bald auf, nur ein Parkplatz für sein Auto war noch zu suchen. Das gestaltete sich in Bahnhofsnähe als schwierig. Nachdem wir erfolglos eine Runde in der Stadt gedreht hatten, machten wir als Treffpunkt Randersacker aus, den ersten Ort auf der Radroute außerhalb Würzburgs. Ich fuhr mit dem Rad zum Main runter und erst einmal auf die falsche Flußseite, merkte das aber bald, kehrte um und fand dann die richtige Strecke am rechten Mainufer. Tatsächlich traf ich nach zwei Kilometern auf meinen Bruder und wir konnten endlich gemeinsam auf Tour gehen. Der gut ausgebaute Radweg führte immer am Ufer entlang. Da die Mittagsstunde schon vorüber war, konnten wir "Zur Mühle" mit Mainaussicht nicht unbeachtet lassen und kehrten ein. Nach ungewollt reichlichem Essen (Dienstag ist hier Schnitzeltag, andere Speisen gab es nicht) ging es weiter; es war heiß und sonnig und Mario legte ein zügiges Tempo vor. Mit 20-22 km/h ging es flott an Ochsenfurt auf der anderen Mainseite vorbei nach Marktbreit, wo wir die Flußseite wechselten. Weiter fuhren wir bis Kitzingen, wo wir einen Abstecher durch den Ort (auf der rechten Mainseite) machten. Wie so oft hier am Main gab es schöne Kirchen und Fachwerkhäuser zu sehen. |
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Würzburg |
Kitzingen |
Mainbrücke bei Kitzingen |
| Wir blieben am linken Mainufer und nahmen nach Erreichen von Schwarzach die Abkürzung der nächsten Mainschleife, indem wir dem Mainkanal schnurgerade nach Volkach folgten. Es war fast 18:00 Uhr und Zeit, einen Platz für die Nachtruhe zu suchen. Im "Lamm" fanden wir Aufnahme und nach einem Rundgang durch die Stadt im Biergarten des Gasthofes Stärkung und ein frisches Bier. 65 km waren geschafft und wir auch, die Hitze des ganzen Nachmittags machte sich jetzt richtig bemerkbar. | ||
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Rathaus Volkach |
Maria im Weingarten |
Rathaus Schweinfurt |
| Ausgeruht und gut gefrühstückt ging es kurz nach 9 Uhr wieder auf die Piste. Am Mittwoch war es bewölkt, etwas kühler und damit viel angenehmer zum Radfahren. Den ganzen Vormittag hatten wir Gegenwind und das Gefühl, dass es überwiegend bergauf ging. Auf gut beschilderten und ausgebauten Radwegen ging es rasch in Richtung Schweinfurt, fast immer in Blickkontakt zum Main. Nach einer kleinen Rast bei Grafenrheinfeld ging es über den Main nach Schweinfurt hinein. Am Marktplatz gönnten wir uns einen Kaffee und sahen dem Treiben auf dem Platz zu. Danach führte der Weg auf der rechten Mainseite weiter. | ||
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Jetzt hatten wir den Wind überwiegend von hinten und die Räder rollten ganz leicht, so dass wir schneller als erwartet in Hassfurt ankamen, das ursprünglich als Tagesziel gedacht war. Es war aber erst 15 Uhr, so wurde am Markt ein Imbiß genommen und die Weiterfahrt beschlossen. | ![]() |
| Bei Zeil wechselten wir wieder die Flußseite, nach Sand hinüber und weiter nach Ettmann, dann wieder über den Main nach Ebelsbach. Nun waren wir vom Routenplan her bereit, Quartier zu nehmen, aber auf den kleinen Dörfern die jetzt folgten gab es keine Gasthöfe oder Hotels. Von Dorf zu Dorf ging es weiter, bis wir in Hallstadt endlich ein Hotel fanden. Nun waren wir 95 km gefahren, der Abend senkte sich und das Tourziel Bamberg lag nur noch 5 km voraus, dabei hatten wir ja noch den halben Donnerstag Zeit. Abendessen gab es beim Pizza-Lieferservice und im Fernsehen versiebte Borussia Dortmund die Teilnahme an der Champions League. Nach üppigem Frühstücksbuffet waren wir nach wenigen Minuten auf dem Rad in Bamberg. | ||
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Bamberg
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Wir fuhren erst zum Bahnhof, um
die Fahrtkarten für die Rückreise nach
Würzburg zu kaufen. Anschließend ging es in die
Stadt, zum Dom hinauf, dann zum berühmten alten
Rathaus im Fluß, schließlich folgte eine kleine
Rundfahrt am Mainufer. Heute war es wieder sonnig
und heiss, also setzten wir uns in einen der
vielen Biergärten und bei Bamberger
Rostbratwurst und "Schlenkerla"
(Rauchbier) ließen wir die Zeit verstreichen.
Die Regionalbahn fuhr pünktlich, in knapp einer
Stunde konnten wir noch einmal unsere ganze Tour
Revue passieren lassen.
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In Würzburg war
noch Zeit bis zur Abreise mit meinem IC nach
Berlin und wir fuhren durch die Innenstadt zum
Main hinunter und dort die Uferpromenade entlang
in Richtung Randersacker. Auf einer Parkbank am
Ufer wurde die letzte gemeinsame Rast gemacht,
dann trennten wir uns, Mario fuhr zu seinem Auto
und ich zurück zum Bahnhof.
Wir hatten insgesamt 180 km geschafft, dabei die
schöne Landschaft und die Lust am Radfahren
genossen. Der Mainradweg ist zu Recht sehr
beliebt, es gibt nur selten Berührung mit dem
Autoverkehr und die Wege sind gut beschildert.
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