| Jul 08 R1 nach Küstrin-Kiez | Sep 05 Oder Teil3 | |
| Mai 07 Strausberg-Küstrin | Sep 06 Schlaubetal-Neuzelle | Aug 02 Oder Teil2 |
| Mai 06 R1 nach Küstrin-Kiez | Jul 05 Fürstenwalde | Sep 01 Oder Teil1 |
|
|
||
Von Guben nach Frankfurt (Oder) am 9. September 2005
| Ein Hochsommertag im September, da kann ich endlich die Odertour fortsetzen. Mit dem Zug nach Guben, um 11 Uhr bin ich da und am Bahnhof führt en langer Weg zur Brücke hoch. Rechts oder links, es gibt keinerlei Hinweise. Auf Verdacht fahre ich rechts und verpasse dadurch die Altstadt. Auf dem Radweg neben der Straße geht es durch Vororte und bald kommt ein kleiner Wegweiser, der für Radler die Neißemündung anvisiert. Also dem nach und es es geht am Deich neben der Neiße entlang. Nach ca. 11 km kommt endlich der erste Wegweiser auf den Oder-Neiße-Radweg. Nun geht es auf der Deichkrone oder wahlweise neben dem Deich auf schönen ebenen Asphaltwegen, immer hart an der Grenze entlang. | ||
| 51 km bis Frankfurt | Oder-Neiße-Radweg | Eisenhüttenstadt |
| Es ist warm und fast windstill und ohne Steigungen radle ich durch die menschenleere Landschaft. Rechts die Oderauen und links ein weiter Blick ins Land. Nach 20 km ist Eisenhüttenstadt erreicht. Über den Oder-Spree-Kanal fahre ich in die Stadt. Es ist Mittag aber nur ein winziger Biergarten an der Straße zu sehen (und eine Dönerbude), keine Einkaufsquelle aber Brachland mitten in der Stadt. Da fahre ich weiter, in der Hoffnung, am Wegesrand noch einen Imbiss oder Ähnliches zu entdecken - Fehlanzeige. Weiter am Deich kommt nach 13 km der erste Ort, Aurith. Die Gaststätte "Zur alten Fähre" ist geschlossen, in einem halben Meter Höhe ist der Wasserstand von der 1997-Flut angezeigt. 50 Meter weiter, direkt vorm Deich ist aber das "Bürgerstübchen" mit Biergarten und vollem Angebot an Speisen und Getränken. Dankbar kehre ich ein und fahre erst nach 14 Uhr weiter. Die 15 km bis Brieskow- Finkenheerd sind schnell absolviert. Hier führt der Weg weg von der Oder. Die Radwegschilder lenken mich nach Lossow. Hier wird es sehr hügelig. | ||
| die Oder | Radweg auf dem Deich | Blick nach Polen |
| Weil ich nicht durch die Frankfurter Innenstadt will, fahre ich nach Güldenberg - wieder den Berg hoch. Unter Autobahn und Eisenbahn hindurch irre ich durch die Vorstadt von Frankfurt, der Verkehr nervt und endlich finde ich einen Hinweis auf Rosengarten, westlich von Frankfurt. Weder hier noch im nächsten Ort ist eine Möglichkeit zu sehen, meine Wasservorräte aufzufüllen, die sich bedenklich dem Ende zu neigen. Hinter Pilgram stehe ich an der Bahnschranke und sehe den Zug vorbeifahren, den ich fast gekriegt hätte. Drei km weiter, in Jakobsdorf, kann ich Getränke kaufen. Das "Einkaufszentrum", ein ehem. Konsum, sieht fast noch so aust wie zu DDR-Zeiten und ist sparsam bestückt. Um 17:07 kommt pünktlich die Regionalbahn und bringt mich zurück nach Berlin. | ||
| Zurück nach oben | Seitenanfang | |
Von Wilhelmshagen nach Fürstenwalde und zurück am 18. Juli 2005
| Mit der S-Bahn nach Wilhelmshagen (kurz vor Erkner, letzte Station im Tarifbereich B), von hier sind es drei Kilometer bis Erkner. Durch Erkner hindurch auf Radwegen und immer in Richtung Fürstenwalde. Neben der Landstraße sind frisch gemachte Radwege. Es geht erst nach Fangschleuse und dann nach Hangelsberg. Von dort führt der Radweg weg von der Straße durch den Wald. Er ist frisch asphaltiert und fährt sich schön glatt. Die letzten fünf Kilometer vor Fürstenwalde verlaufen nahe der Spree. Die Innenstadt von Fürstenwalde ist renoviert, es gibt eine Fußgängerzone und eine Spreepromenade. | |
| Der Rückweg verläuft nun südlich der Spree. Nach der Spreebrücke in Fürstenwalde biegt man gleich rechts ab nach Braunsdorf. Hier ist eine schnurgerade breite Landstraße ohne Verkehr (zumindest wochentags Mittag). Nach Braunsdorf führt der Weg links ab über weite Felder und biegt dann nach rechts Richtung Spreenhagen. Hier ist eine Dorfkirche mit auffälliger Architektur zu sehen, sie hat zwei quer verlaufende Giebel. Ein kleine Rast dort im Gasthaus/Hotel nebenan macht mich wieder frisch und weiter geht's in flotter Fahrt durch Hartmannsdorf und wieder über die Spree, nun weiter am Nordufer nach Spreeau. Die letzten 10 Kilometer nach Erkner verlaufen im Wald, erst auf einer Fahrradstraße, dann auf ruhiger Nebenstraße. Ich fahre durch Erkner hindurch bis zum S-Bahnhof Wilhelmshagen und steige dort in die S-Bahn. | |
| Zurück nach oben | Seitenanfang |
|
|||||||||||||||
| Zur gut
vorbereiteten und durchgeplanten Radtour ins Oderbruch trafen wir uns
pünktlich um 8:30 und bestiegen zwei Minuten vor der Zeit
(8:34) die Räder in Richtung Bahnhof
Friedrichstraße. Dort trafen wir um 9:00 Uhr ohne
Zwischenfälle ein. Der Fahrkartenkauf (schönes
Wochenend-Ticket und Mehrtages- fahrradkarte) gestaltete sich
problemlos. 9:06 waren wir auf dem Bahnsteig und konnten in
Muße auf den Regionalexpreß RE1 nach Frankfurt(O)
warten. Der Zug traf mit nur zwei Minuten Verspätung ein
(9:21, der eigentlichen Abfahrtzeit). Der Einstieg in den Doppelstockwagen sowie die Unterbringung der Räder verlief reibungslos. Im leeren Abteil fanden wir gemütliche Sitze und rollten angenehm gen Osten. Besonders anregend war die Melodie, mit der die Stationsansagen angekündigt wurden: "jetzt kommen die lustigen Tage...". Spontan entschieden wir, statt der geplanten Ausstiegsstelle Pillgram die Station davor, nämlich Jacobsdorf, zu nehmen, weil sie sowieso an der Strecke der Radtour auf der Karte lag. Kaum auf dem Rad, empfanden alle Teilnehmer die Herrlichkeit der Natur, den weiten Blick, die vielen blühenden Blumen, den Duft der Landschaft. Flott ging es in leicht hügeliger Landschaft nach Osten, in Richtung Frankfurt und Oder. Individuell wurde das kupierte Gelände als furchtbar bergig interpretiert und der starke Rückenwind als mächtiger Gegenwind definiert. |
|||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||||||
|
Wir erreichten
Boossen zu einer ersten kleine Rast pünktlich nach Tourenplan
um 11:30. Weiter ging es auf schöner Landstraße, um
kurz vor Frankfurt durch einen nicht zu klärenden Umstand auf
der stark befahrenen Bundesstraße nach Lebus zu landen, die
garnicht in der Tour vorgesehen war. Drei Kilometer vor Lebus bogen wir
in einen Waldweg ein und erlebten nun erstmals das Oderbruch, wie wir
es erwartet hatten: eine Auenlandschaft mit wilden Gräsern und
alten Bäumen und vor allem: die Oder.
Auf einem schmalen Wanderweg ging es bis Lebus und von da an auf dem asphaltierten Weg auf der Deichkrone entlang in Richtung Reitwein. Trotz der reichen Eindrücke, die Landschaft und Natur vermittelten, fiel es doch immer mehr auf, daß die Kilometer zunehmend länger wurden und die letzten vier Kilometer auf derStelle traten. Nach Reitwein mußte man weg vom Oderdeich drei Km nach Westen - hier blies allerdings der Wind heftig von vorne. Kurz nach 14:00 Uhr erreichten wir den Ort und kehrten in der Gaststätte "Zum Heiratsmarkt" ein. |
|||||||||||||||
Dort wurden wir ausreichend mit Getränken
versorgt und mit deftigem Essen zu angenehmen Preisen
verwöhnt. Bevor aus der Erholung wohlige Müdigkeit
werden konnte, rief der Zeitplan uns wieder aufs Rad. Es sollte weiter
der Oder entlang nach Küstrin gestrampelt werden. Hier lernten
wir bald den Deichbau in allen seinen Stadien kennen, bis zum
knöcheltiefen Sand, in dem das Rad nur noch geschoben werden
konnte. Übrigens
soll es ganz gut sein, wenn man auf einer längeren Tour
zwischendurch die Muskeln lockert.Schneller als erwartet erreichten wir den Bahnhof Küstrin-Kiez, unser Tagesziel. Der Bahnhof entpuppte sich als stilfreies Gebäude mit ohne Umgebung. So blieb nichts anderes zu tun, als die viertel Stunde auf den Zug nach Berlin-Lichtenberg (17:15 auf Gleis 21!) zu warten. Mehrere Radtouristen hatten sich eingefunden und das Verladen der Räder verlief mit Hilfe der Zugbegleiterin recht chaotisch. Sie machte ihr stümperhaftes Verhalten aber durch die Kontrolle der Fahrradkarten wieder gut. Die Rückfahrt wurde bei Kaffee und Muffins genossen und die Ankunft in Lichtenberg um 18:27 gipfelte in einem munteren Durcheinander von Rädern, Gepäck und Radfahrern. Das DB-Personal hielt sich weise zurück, nicht ohne auf die Verzögerung für den Fahrplan zu verweisen. Mit der S-Bahn ging es dann mit einmal Umsteigen in Ostkreuz direkt nach Hause (Tempelhof). |
|||||||||||||||
| Zurück nach oben | Seitenanfang | ||||||||||||||
| Teilnehmer: Petra, Iris und Ramon; 100 km Radtour, Gesamtzeit von 6:40 bis 22:15 Uhr | ||
Lange
geplant und endlich umgesetzt wurde die Fortsetzung der Oderfahrt vom
letzten September. Der Zug ging ab 7:35 von Lichtenberg, also wurde in
Tempelhof um 6:52 die S-Bahn zum Ostkreuz genommen. Von dort fuhren wir
mit den Rädern zum Bahnhof Lichtenberg. Der Zug sollte
planmäßig auf Gleis 17 bereitgestellt werden, das
wurde auch angekündigt. Irgendwie ist das mit dem
Weichenstellen so eine Sache, denn als ein Regionalzug auf Gleis 15
einfuhr, bestätigte sich die Vermu- tung, dass dies genau
unser Zug war. Alle Reisenden hasteten nun die Treppe runter und am
Nachbarbahnsteig wieder rauf. Nach 80 Minuten ruhiger Fahrt stiegen wir in Küstrin-Kiez aus. Hier kannten wir uns aus, an der Bahn zum nächsten Übergang (und nicht über die steile, hohe Fußgängerbrücke!) und auf der anderen Seite zur Oder. Dort gab es den Hinweis auf den Deichbau und die Empfehlung einer Ausweichstrecke für die Radwanderer. |
||
Also wieder zurück zum Bahnhof und den
Schildern nach, die erwartungsgemäß auf der Weggabel
mitten auf dem Feld fehlten. Der Nase nach auf holperigem, matschigen
Weg erreichten wir wieder den ursprünglichen Radweg, nur
vierhundert Meter entfernt vom ersten Kehrpunkt - und prima zu
fahrenden festen Decke. Das Ganze hat 20 Minuten und 5 km
unnützen Umweg gekostet. Aus einer kleinen Regen- wolke in der
Nähe donnerte es leise, die sollte uns noch ein
Stündchen begleiten um sich dann endlich zu verziehen. Der
Himmel blieb bis zum Mittag trübe, was wir bei der feuchten
Wärme begrüßten, denn auf dem Deich war
kaum Schatten und knalliger Sonnenschein hätte uns sicher
belastet. Wir radelten also auf der Deichkrone entlang nach Norden, der
Weg war meist gut asphaltiert und wir fuhren durch Bleyen, Kienitz nach
Groß Neuendorf. Dort ging es wegen des Deichbaus wieder auf
eine Ausweich- strecke, sie führte durch Ortwig und
über Neubarnim nach Neulewin. |
||
Auf den
Landstraßen war kein Verkehr und in den wenigen
Dörfern war auch selten jemand zu sehen. In Neulewin ist
für den durchlaufernden Bach eine schöne
Parklandschaft angelegt. Langsam meldete sich der Appetit und die
Flüssigkeits- vorräte hätten wir auch gerne
aufgefüllt. Läden oder Gaststätten:
Fehlanzeige. Nach Auskunft einer Einheimischen sollte bei
Güstebieser Loose ein Restaurant sein. Also wurden die
Räder von der beschilderten Ausweichroute ab wieder Richtung
Oder gelenkt. Der Weg war länger als gedacht und wir ereichten
in der Tat die Oder an einer ehemaligen Fährstelle, wo sich
aus nicht ersichtlichem Grund auch etliche Autofahrer eingefunden
hatten. Gastronomische Gründe waren es jedenfalls nicht, denn
hier waren nur Oder und das polnische Ufer auf der anderen Seite.
Zurück auf den Deich und weiter nach Norden, Ortschaften waren
auf den nächsten 10 km nicht verzeichnet. Kurz bevor wir der
Verzweiflung anheim fielen, es ging schon auf 14 Uhr zu, tauchte als
Rettung die "Zollbrücke" auf, ein Gasthaus am Deich, mit
Fahrradverleih und Eisstand. Hier war ein munters Treiben, mit
Familienfeiern (Einschulung) und ständig kamen und gingen
Leute, man konnte nämlich mit dem Auto herfahren. Wir fanden
einen Platz auf der Terrasse und labten uns. |
||
Dabei
würde die Zielfrage gestellt: fahren wir bis Bad Freienwalde,
Niederfinow, Angermünde oder gar Schwedt? Die Entscheidung
wurde erst einmal vertagt, mal abwarten, wie wir vorankommen und wie es
uns dann geht.Frisch gestärkt und ausgeruht fuhren wir flott auf dem Deich weiter nach Neuglietzen, wo wir gemütlich die Autoschlange vor dem Grenzübergang querten. Bald erreichten wir Hohensaaten mit den zwei Schleusen neben- einander. Anschließend führte der Weg zwischen zwei Wasserwegen entlang, rechts die Oder und links ein Kanal, die Hohensaaten- Friedrichstaler Wasserstraße. Langsam meldete sich der Kaffeedurst und ein Päuschen wäre doch angebracht, darum wurde als Ziel dafür Stolpe erwählt. Bei der nächsten Informationstafel mit Landkarte stellte sich heraus, daß wir an Stolpe schon vorbei waren. Wir waren schneller vorangekommen als gedacht, die Landschaft hatte uns abgelenkt und auf den guten Radwegen waren die Kilometer nur so verflogen. Jetzt hieß die Devise "auf nach Schwedt" - kein Kaffee und keine Pause. Dann eben weiter auf dem Deich und bei der nächsten Abzweigung nach Stützkow. |
||
Hier kamen
uns viele Radler mit dem Angelzeug entgegen, die Dörfler
holten sich wohl ihren Sonntagsfisch aus der Oder. Auf einem neu angelegten Rad- und Skaterweg (Teil des Oder-Neiße- Radweges) erreichten wir Criewen, das sehr schön gelegen ist und mit einem Landschaftspark wirbt. Wegen der fortgeschrittenen Zeit wurde es nicht mehr besichtigt. Die Häuser von Schwedt waren voraus schon zu sehen und wir ereichten den Ortseingang, wobei leider fünfhundert Meter auf einer stark befahrenen Straße fast die Eindrücke eines ganzen Tages Naturerlebnis zerstörten. In Schwedt fuhren wir auf Radwegen zum Zentrum und stellten am Bahnhof fest, daß zum nächsten Zug noch 90 Minuten Zeit für Einkehr und Stadtbesichtigung blieben. In der Fußgängerzone konnte man draußen sitzen und essen und trinken. Viel Zeit blieb dann aber nicht mehr und pünktlich um 20:07 Uhr ging es zurück nach Berlin. |
||
| Zurück nach oben | Seitenanfang | |