für die Betriebsratszeitung QUERDURCH

 

Inhalt

Abseitsregel

Alle in einem Boot

Am Ausweisleser


Der Stellvertreter

Freundliches Berlin

Kulturwandel

Management

Management II

Masterplan

Meine Führungskraft

Saubere Geschäfte

Seite leer

Stadtmusikanten

Streikbrecher

Tafelrunde

Ungelesene Mails 


Zitate zur Arbeit

Abseitsregel

Hat da wer gepfiffen?

Herr Wieselflink erklärt seiner Frau die AbseitsregelSchiedsrichter

 Die Fa. Wieselflink hat zur Fußballweltmeisterschaft (findet dieses Jahr in Deutschland statt!) Geschäftspartner aus USA eingeladen, sie werden bei Wieselflinks zuhause wohnen. Deswegen hält es Hr. Wieselflink für ange­bracht, seiner Frau ein paar Grundbegriffe des Fußballs beizubringen, damit sie sich nicht blamiert. Schließlich sollen die Banausen (Baseball, Football!) mal die richtige abendländische Kultur vermittelt bekommen.

„Komm mal, Hilde, guck mal mit Fußball, ich will Dir mal die Abseitsregel erklären“.  „Wer spielt denn da“. „Hertha gegen Bremen“. „Ist gut, Schatz, und wo ist das Abseits?“ „Zeig ich Dir wenn es kommt“. „Ach, das ist noch nicht da?“  „Nee, das ist erst da, wenn einer rein läuft oder drin steht.“  Frau Wieselflink sagt darauf erst einmal nichts, sie holt die Knabber­mischung und stellt sie ihrem Gatten hin.

Nach zehn ereignislosen Minuten wird Hr. Wieselflink plötzlich hektisch und stößt seine Frau an „Abseits, Abseits!“ „Na endlich“. „Was heißt na endlich, das ist doch Mist, der Friedrich hätte viel früher abspielen müssen. Jetzt war der Marcelinho im Abseits und Bremen bekommt einen Freistoß.“ „Wieso war der abseits, der war doch mitten vor dem Tor“. „Ja, aber er war näher am Tor als die Gegenspieler und das ist Abseits“. „Das darf er nicht? Ich dachte als Stürmer muss er zum Tor“. „Schon, aber wenn er angespielt wird, darf er nicht näher am Tor sein als die Verteidiger und zwar im Moment der Ballabgabe“. „Wenn Du meinst“. „Das meine ich nicht, das ist so. Damit soll verhindert werden, dass Einer die ganze Zeit vor dem gegnerischen Tor rumlungert und mit weiten Bällen angespielt wird. Dann würde es im  Mittelfeld keinen Kombinationsfußball geben.“ „Ach, das Hin- und Hergeschiebe in der Mitte ist Absicht?“ „Das ist Taktik!“ „Und die Blauen sind Hertha?“ „Richtig“. „Und warum spielen die den Ball immer so, das der Mitspieler ihn nicht kriegt, ist das auch Taktik?“ „Nein, das ist Nervosität, weil sie Heute unbedingt gewinnen müssen“. „Die anderen Spiele müssen sie nicht gewinnen?“ „Doch, aber weil das so selten gelingt, ist es Heute besonders wichtig, weil der Trainer und der Manager sonst auf wackeligen Stühlen sitzen“ „Und dabei wurde das Olympiastadion doch gerade erst renoviert“. „Ach Schatz“.

„Da, Klose im Abseits! Das gibt’s doch nicht, der Schiedsrichter ist wohl blind und der Linienrichter pennt. Tor! Klares Abseits!“ „War das jetzt ein Tor, obwohl der abseits war?“  „Ja, leider. Wenn der Schiedsrichter nicht pfeift, dann kann man nichts machen, dann zählt das Tor“. „Der Klose hat doch den Ball von einem Hertha-Spieler bekommen, dem Langen, dem das Hemd so aus der Hose hängt.“

Die Wiederholung in Zeitlupe macht das deutlich. Herr Wieselflink ist verblüfft, was seine Frau so alles weiß – lässt sich aber nichts anmerken.

„Guck mal, der Herthaspieler mit den hübschen langen Haaren, der ist jetzt aber im Abseits!“ „Passiv, Hilde, passiv. Solange er nicht ins Spiel eingreift und den Torwart nicht behindert, ist das in Ordnung“. „Also hör mal, wenn er nichts tut ist das in Ordnung und die anderen werden ständig kritisiert, dass sie sich nicht genügend anstrengen!“ „Schau mal, siehst Du, wie die Verteidiger alle nach vorne laufen? Das machen sie, damit die Bremer Stürmer abseits sind und nicht angespielt werden können“ „Sollten sie nicht lieber dahin laufen, wo der Ball ist? Siehst Du, jetzt ist der Bremer mit dem Ball zwischen sie durch und nun schießt er und der Hertha-Torwart wirft sich ihm entgegen. Schade, der Ball war schon unter ihm durch und die Bremer haben wieder ein Tor.“

„Ja ja, fein beobachtet. Ich brauch noch ein Bier, Hilde, bist Du so lieb?“  Frau Wieselflink macht sich auf den Weg in die Küche, sieht dabei aber immer noch zum Fernseher. „Der arme Torhüter tut mir leid, dabei sieht er so nett aus in seinem bunten Trikot.“ „Für’s Aussehen wird er nicht bezahlt, er soll den Ball halten.“ „Aber der Bremer hat doch toll gespielt und er freut sich so über sein Tor, das muss man ihm doch gönnen“. „Na hör mal, für wen bist Du eigentlich? Beim Fußball muss man sich entscheiden. Wir oder die anderen, man kann doch nicht beide Mannschaften unterstützen.“ „Und wer sind die Guten?“ „Immer wir!“ „Und bei der Fußballweltmeisterschaft ist es die deutsche Mannschaft?“. „Natürlich“. „Und wenn ein Bremer mitspielt?“ „Wenn er für uns spielt, wird er auch von uns angefeuert“. „Und wenn ein Herthaner für ein anderes Land spielt?“ „Dann ist er unser Gegner, es sei denn, sie gewinnen gegen einen Konkurrenten Deutschlands, dann wird er gefeiert.“

„Schatz, das kommt mir sehr kompliziert vor, lass uns lieber bei der Abseitsregel bleiben“.

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Alle in einem Boot

Eine Firmenphilosophie zur Vorweihnachtszeit

Die Ein-Boot-These

Cleopatras Abreise„Wir sitzen alle in einem Boot“. Das soll bedeuten, die Schicksale aller Beschäftigten bis hinauf zum Kapitän (Vorstand) sind miteinander verknüpft. Geht das Boot (die Firma) unter, gehen alle unter. Erreicht das Boot den Hafen, sind alle gerettet. Wenn einer seine Pflicht nicht tut, schadet er allen und damit auch sich selbst.

Schon seit dem Beginn der Seefahrt weiß man allerdings, dass es einen großen Unterschied ausmacht, wo man im Boot sitzt. Das ändert jedoch nichts an der Stichhaltigkeit der These.

 Diese These ist jedoch nach Meinung des Wieselflinkschen Hofphilosophen für den weltweit agierenden Konzern in einer globalisierten Welt nicht mehr zutreffend. Das Bild vom Boot passt einfach nicht mehr, verkündete er beim Adventstreffen der Führungskräfte in Lausanne. Er erklärte den Anwesenden

 Die Flotten-These

Flotte

Der Konzern besteht aus mehreren Schiffen/Booten, er ist eine Flotte. Jede Schaluppe, jeder Kreuzer agiert für sich und auf eigenes Risiko auf dem Weltmeer. Die Admiralität (Vorstand) operiert vom Firmensitz aus und wacht über Erfolg und Scheitern der einzelnen Einheiten.  Wenn ein Schiff in einen Sturm gerät, muss es zusehen, wie es sich daraus rettet, denn der Flottenverband darf sein Gesamtziel deswegen nicht in Gefahr bringen. Gerät ein Kahn auf ein Riff oder ins Packeis, ist er abgeschrieben. Mit etwas Glück kann man von Strandgutsammlern noch eine kleine Abwrackprämie erzielen (manchmal muss man die allerdings noch dazu geben).

Andererseits können unterwegs neue Schiffe der Flotte eingegliedert (gekapert) werden, so dass der Verband während der Fahrt seine Struktur ändert. Damit könnten sich auch die Ziele ändern, aber das ist dann wieder Sache der Admiräle. Es ist klar, dass nun die Schicksale aller Seeleute und Offiziere nicht mehr zwanghaft miteinander verknüpft sind. Es gelten wieder die alten Matrosenweisheiten „rette sich, wer kann“ und „wer zu spät springt, geht Wasser saufen“.

 Dem Aufsichtsrat gefällt diese neue These nicht. Das mit dem Boot sei doch Gemeinsamkeit stiftend und unverzichtbar - Punktum!

Die WeB-These

FlotteDer Philosoph ist viel zu weise, um sich mit dem Aufsichtsrat anzulegen. Er versteht es, etwas Neues zu formulieren ohne das Alte infrage zu stellen. Er erklärt die WeB-These für die Firma als allein gültig und bindend. 

Mit der „Wirklich-ein-Boot-These“ behält die alte Losung ihre Bindungskraft. Es kommt nur auf eine neue Betonung an. „Wir sitzen wirklich alle in einem Boot“ – aber natürlich nicht alle im selben!  Ich sitz in einem Boot, Du sitzt in einem Boot usw…


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Freundliches Berlin

Die Welt zu Gast bei Fa. Wieselflink
Freundlichkeitsoffensive zur Fußball-WM

Polizisten und BVGler bekommen zur Fußball-Weltmeisterschaft Englischkurse und Lächeltraining verordnet. Berlin will sich als freundlicher Gastgeber präsentieren. Die Touristen sollen sich hier wohl fühlen und zu spüren bekommen, dass sie willkommen sind.

In der Fa. Wieselflink, immer mit dem Ohr am Zeitgeschehen, bleibt das Bemühen, den Berlinern Freundlichkeit beizubringen, nicht ohne Echo. In der Strategiezentrale, gleich neben der Geschäftsleitung, sitzen die Chefdenker des Konzerns beim Latte Macchiato und diskutieren für und wider und was sich daraus für die Corporate Governance (die Anwesenden nicken wissend) ergäbe.

Hier wird nicht planlos durcheinander geredet, hier wird mit der Kärtchenmethode eine Runde Brainstorming exerziert. Nach einer halben Stunde hängt die Stellwand voller unterschiedlicher Gedankensplitter, die jedoch alle in eine Richtung zielen: Hohn und Spott für den Versuch, Berliner einen Grundzug ihres Wesens austreiben zu wollen.

"Was soll das" - "Klappt doch nie" - "Eher bringt man denen Sozialsmus bei"  - "Bring einem Bären das Tanzen bei, verlange nicht dass er auch noch singt" - "Wozu" - "Ick lächle, wenn mir danach is" - "Wir sind doch nicht Disneyland" usw...

 Leitungsassistent Dr. Hurtig (Praktikant auf 0-Euro-Basis) erhält wieder mal die undankbare Aufgabe, die Karten zu bewerten und zu ordnen. Er greift sich die erste links oben und liest vor: "ist nicht unsere Kernkompetenz", aha, die ist sicher von unserem Outsourcing-Experten F. Willkür. Kommt zur Rubrik "können wir nicht". Wir bilden dann noch die Spalten " wollen wir nicht" und "hatten wir schon, ging nicht" und "haben wir noch nie gemacht".

 Nachdem alle Kärtchen so eingeteilt sind, fällt dem UAW-Referenten (Umwelt, Abfall und Warmwasser) doch auf, dass keinerlei positiven Gesichtspunkte auftauchen. "Wir sollten mal ernsthaft überlegen, ob nicht irgendwelche Vorteile in einem bewusst freundlichen Auftreten zu finden sind". Die Runde stöhnt aber man ist harte Auseinandersetzungen gewohnt und setzt sich in den Sesseln aufrecht - "Dr. Hurtig führt Protokoll!".

 Da ergreift Neuberliner Scheuffele das Wort: "Halt emole, warum sollet mir gerade des aufgebe, was uns so besonders macht?" Fragezeichen auf allen Gesichtern. "Heio, i bin deswege nach Berlin komme, weil i es in Bopfinge net ausghalte hob. Jeder kennt Jeden, alle wisset älles über oinem. Hier in Berlin macht jeder sei Sach und koiner kümmert sich um den andern". "Da is wat dran" meint der einzige Urberliner in der Runde. Er könne sich nicht vorstellen, in der U-Bahn ein fröhliches "Guten Morgen" zu schmettern oder mit dem fremden Sitznachbarn zu plaudern. Er findet es völlig in Ordnung, dass in gemeinsamem Schweigen jeder in seine Zeitung starrt und ansonsten Ruhe im Karton herrscht.

 "Es geht doch um Touristen, denen man behilflich ist, wenn sie nach dem Weg fragen" meint Dr. Hurtig. "Soll sich'n Stadtplan koofen".  "Genau das ist der Punkt! So geht es gerade nicht! Etwas Freundlichkeit und Hilfe für die Fremden tut doch nicht weh und wir erwarten in Paris, Rom oder London ganz selbstverständlich Hilfe statt dumme Sprüche. Wir sollten immer daran denken, dass wir dafür mitverantwortlich sind, welchen Eindruck von Berlin der Gast mit nachhause nimmt."

 "Und was hat das mit unserer Firma zu tun?" "Wenn wir uns angewöhnen, freundlich und hilfsbereit zu sein, können wir das im Betrieb auch praktizieren - wäre doch nützlich". "Moment mal, das betrifft die Ordnung im Betrieb und da hat der Betriebsrat ein Wörtchen mitzureden!" "Der muss darüber erst einen Workshop machen, bevor er zu einem Entschluss kommt. Bis dahin ist die Fußball-WM vorbei und das Thema hat sich erledigt".

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Der Stellvertreter

       Herr Nothelfer, Sie haben die SAP gegründet, die "Send A Pal" (=schick einen Freund) und sind ihr einziger   Angestellter, welche Dienste bieten Sie an?

Ich gehe für meine Auftraggeber zu Feiern und Parties, vor denen sie sich drücken wollen aber nicht können.

Und Sie haben genügend Aufträge, um davon leben zu können?

Mein Terminkalender ist bis 1. Januar knallvoll, ich muss schon ernsthaft überlegen, für mich selber einen Stellvertreter zu suchen.

Zu welchen Anlässen werden Sie denn engagiert?

Momentan bin ich mit Weihnachtsfeiern ausgebucht. Das geht Anfang Dezember los. Die Weihnachtsfeiern in Betrieben, Vereinen und Schulen werden wegen der Terminnot zum Jahresende oft schon Wochen vor dem Fest begangen. Viele Leute fühlen sich terminlich überfordert oder haben einfach keine Lust, sich jedes Jahr das anzutun und beauftragen mich, für Sie teilzunehmen.

Stößt diese Vertretung denn auf Verständnis bei den anderen Teilnehmern?

Ich muss mich natürlich auf die jeweilige Situation einstellen. Mal bin ich der Possenreisser, der die Stimmung anheizt, mal sitz ich mürrisch am Tisch und halte den anderen Gästen ihren Alkoholkonsum vor, je nachdem, wie man es von meinem Auftraggeber gewohnt ist.

Und die anderen Gäste finden das in Ordnung?

Ja, ich muss aber immer aufpassen, mich nicht zu beliebt zu machen. Es wäre für meine Geschäftsidee fatal, wenn man kün­f­tig mich statt des Auftraggebers einladen würde.

Ihre Kunden sind also überwiegend Geschäftsleute?

Durchaus nicht. Momentan häufen sich die Anfragen wegen familiärer Weihnachtsfeiern. Den Feiern im trauten Familienkreis sehen viele wegen der schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich springe für Weihnachtsmuffel in die Bresche. Ich kenne die gängigen Weihnachtslieder, sogar mit Text und trage besinnliche Gedichte vor. Ich kann ein wenig Klavier spielen und Blockflöte. Über Geschenke kann ich mich so wahnsinnig freuen, wie es jede Großmutter von ihren Enkeln erwartet.

Und die Angehörigen finden das in Ordnung, wenn ein Fremder statt des Verwandten bei ihnen am Tisch sitzt?

Da sehe ich kein Problem. Ein feierlich gestimmter Gast, der mit den Kindern weihnachtliche Rituale abhält, ist doch immer gern gesehen. Auf gestresste oder übel gelaunte Verwandte kann man doch gern verzichten.

Das hört sich wirklich gediegen an, sagen Sie, hätten Sie am 24. noch einen Termin frei?

Bedaure, da hätten Sie im Oktober kommen müssen.

Schade, wie geht es denn nach Weihnachten weiter, da erwartet Sie doch eine Flaute.

Bis Neujahr gibt es wie gesagt volle Auftragsbücher, denn Sie dürfen die Silvesterparties und Neujahrstreffen nicht vergessen. Danach sind aber auch Jubiläen und Geburtstagstermine wahrzunehmen.

     Sie gehen dann ständig auf irgendwelche Feiern und wollen sich dafür bezahlen lassen?

Sie haben das nicht richtig verstanden, ich gehe nicht als Gast, ich vertrete den Jubilar bzw. den Veranstalter. Ich arbeite für Leute, denen es etwas wert ist, ihren Ehrentag in Ruhe zu genießen, sich aber ihren Pflichten nicht so einfach entziehen können. Ich nehme die Glückwünsche entgegen und bedanke mich angemessen.

Das ist ja interessant, ich habe im Frühjahr Silberne Hochzeit, würden Sie da auch...?

Gerne, ich trage die Silberbraut auch über die Schwelle, wenn's gewünscht wird. Schicken Sie mir einfach eine mail, damit ich sie im Terminplan aufnehmen kann.

Einige Hochzeiter habe ich schon erfolgreich vertreten. Sie glauben ja nicht, welche Ängste junge Männer angesichts dieses Ereignisses durchleben. Es sind nicht nur die bizarren Hochzeitsbräuche, die vor allem im Umland von den Brautleuten zu bestehen sind. Der Bräutigam steht oft unter hohem Erwartungsdruck, da helfe ich als Dienstleister gern und bekomme als Lohn die Dankbarkeit meiner Kunden direkt zu spüren.

Das klingt plausibel. Wenn sich Ihre Geschäftsidee herumspricht, werden Sie bald Konkurrenz bekommen.

Davor ist mir nicht bange, der Markt für diese Dienstleistung ist unendlich groß und hat reichlich Wachstums­potential. Mein Werbeslogan lautet: "Tue nichts, was ein anderer für Dich tun könnte", damit sehe ich ein grenzenloses Beschäftigungsfeld für mich.

 

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Was passiert mit ungelesenen Mails?

1.

Sie schwirren weiter durch das weltweite Datennetz um schließlich durch die unendlichen Tiefen des unerforschten Weltraums zu taumeln.  Wenn nun, Tausende von Lichtjahre entfernt eines Tages ein Wurone auf dem Planeten Wuronia diese Mails mit seinem e-Netz einfängt und dadurch zur Erkenntnis gelangt, dass auf anderen Welten Lebewesen existieren (ob intelligent, sei dahingestellt) so kann ihn das den Kopf kosten, weil das den dort geltenden Glaubensgrundsätzen widerspricht!
Willst Du das?

 
2.

Sie vagabundieren ziellos durchs WWW und setzen sich schließlich auf dem Grund ab. Dort sammeln sich die ungenutzten Elektronen und bilden einen Datenschlamm. Durch immer weitere Elektronen werden die Sedimente verdichtet, bis der Druck so hoch wird, dass die Elektronen zu Kristallen gepresst werden: reine, hoch konzentrierte Information.

Wenn in einem anderen Zeitalter diese Kristalle von der dann auf der Erde herrschenden Spezies einmal aufgefunden und abgebaut werden, dienen sie einer anderen Generation von Computern zur Informationsgewinnung und dann wird diese hochkonzentrierte Informationsquelle dazu beitragen, die Frage aller Fragen lösen zu können: WARUM?

 
3.

Sie taumeln ziellos durch das Netz, ungeliebt herum gestoßen. Sie fangen an zu zerfallen, vergilben, zerbröseln. Durch Einwirkung von Hitze (Erderwärmung!) und beeinflusst von Wirbelströmen (Strömen, nicht Stürmen) können sich aber auch Klumpen von Elektronen bilden, Riesenmoleküle mit nicht vorhersehbaren Eigenschaften.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Elektronenabfall ein Eigenleben entwickelt, wird mit „einmal in 1000 Jahren“ angegeben – aber d.h. es kann auch in der nächsten Woche passieren!
Wie ein Krebsgeschwür kann es sich ausbreiten, die Presse tituliert das Phänomen als  „Mailonom“. Im Fernsehen wird „Das Monster aus dem E-Schlamm“ nicht als Si-Fi-Film sondern als Dokumentation laufen.

Es wird den Nerv der Informationsgesellschaft treffen, alle Ampeln stehen auf grün,die Waschmaschine spielt Beethoven, Wasser fließt aus der Steckdose und an den Börsen wird Roulette gespielt. Ach, das ist schon passiert? Siehst Du!


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Am Ausweisleser

Mitarbeiterausweislesegerätebenutzungstechnik

Wegen fehlender eindeutiger Handlungsanleitung bildeten sich nach Installation der berührungsfreien Ausweisleser spontan mehrere Techniken.

1. Der Wedler, er wedelt mit dem Ausweis vor dem Gerät herum, in der Meinung, den Apparat dadurch auf sich aufmerksam machen zu können. Es gibt den Horizontalwedler und den Vertikalwedler. die verbreiteste Form ist jedoch der Kreuz- und Querwedler. Er führt den Ausweis erst im Halbkreis an der Lesemarke vorbei um dann im wilden Zickzack die Wahrscheinlichkeit für die optimale Leseposition zu erhöhen. Wenn dann der Leser quittiert hat, kann man nicht erkennen, welche der raffinierten Bewegungen erfolgreich war und beim nächsten
Mal geht die Prozedur wieder von vorne los.

2. Der Presser, er drückt seinen Ausweis fest ans Gerät, damit der Leser nicht ausweichen kann, er muss die Daten schlucken. Energisch wird der Maschine klargemacht, wer hier das Sagen hat - nimm und friß.

3. Der Zaghafte, er reicht dem Kasten vorsichtig seinen Ausweis, den Abstand langsam verringernd. Dabei prüft er sorgsam, ob die richtige Stelle des Ausweises (dort, wo der Chip vermutet wird) sich auch mit der Lesemarkierung am Ausweisleser deckt. Bei Ertönen des Pieptons wird der Ausweis ruckartig aus dem Gefahrenbereich entfernt.

4. Der Coole, er hält den Ausweis locker (meist in der Hülle), aus dem Handgelenk, irgendwie vor das Lesegerät, vermeidet jedoch jeden Blickkontakt mit dem Kasten, plaudert dabei mit einem Kollegen oder sieht gelangweilt in die Gegend. Damit demonstriert er die Überlegenheit des Menschen über die Maschine - Du kannst mir garnichts!

Jeder ist davon überzeugt, dass seine Methode die richtige ist, den Kasten zur schnellen und sicheren Zeiterfassung zu bewegen. Dabei wird oft verleugnet, dass jeder die im Leser eingebaute Verzögerung von ein bis zwei Sekunden (zur sicheren Erkennung) hinnehmen muss. Und noch etwas vereint alle: das klammheimliche Glücksgefühl, wenn es funktioniert hat.

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Saubere Geschäfte

„Ach, was muss man oft von bösen Firmen hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Nokia und Siemens hießen“. Frei nach W. Busch

Fa. Wieselflink war, ist und bleibt sauber

„Koroption? Wir wissen nicht mal, wie man das schreibt!“

Ist das nicht furchtbar, mit welchem Mangel an Gefühl für Anstand und Ehrlichkeit in machen Firmen die Manager agieren? Wir bei Fa. Wieselflink sehen mit Bedenken, wie dadurch das Ansehen der deutschen Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei uns ist so ein unmoralisches Vorgehen nicht vorstellbar. Wir handeln nach dem Grundsatz des Kant´schen Imperativs. Frei formuliert: wir arbeiten so, dass unser Handeln jederzeit als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen könnte.

 
Natürlich ist es völlig in Ordnung, dass wir den Belusischen Verkehrsminister zur Vertragsunterzeichnung nach Berlin eingeladen haben. Das hat nichts mit Bestechung tu tun, wir hatten alle Bedingungen der Ausschreibung korrekt erfüllt und einfach das beste Angebot vorgelegt. Dass wir bei unserem letzten Besuch in Belusien unseren Firmenwagen, einen Porsche Cayenne, der Einfachheit halber gleich dort ließen, weil er uns für die Rückfahrt nicht geeignet erschien, hatte sicher keinen Einfluss auf die Vertragsvergabe.

Im Verlauf der Verhandlungen hatte sich ein ganz persönliches, ja freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Man kann doch einen guten Freund nicht  in einer Billigabsteige einquartieren und im Adlon war noch eine Suite frei. Dass er ausgerechnet an seinem Hochzeitstag seine Frau allein lassen sollte, ist nicht einzusehen – natürlich hat sie ihn begleitet. Da kurzfristig kein Babysitter aufzutreiben war, mussten die drei Kinder natürlich mitkommen.

Da sie keine Gelegenheit hatten Geld umzutauschen, war es für uns ganz selbstverständlich, dass wir die Einkäufe der Gattin auf ihrer Shoppingtour von Friedrichstraße, KaDeWe und Kudamm bezahlt haben. In Belusien gibt es ja nichts und wir konnten als gute Gastgeber unseren Besuch nicht in die Verlegenheit bringen, angesichts der Warenfülle mit unerfüllten Wünschen abreisen zu müssen.

Essen und Trinken muss jeder Mensch. Wenn der Minister Champagner und den ältesten Whisky lieber trinkt als Bier und Mineralwasser, ist das von uns nicht zu kritisieren, auch über die konsumierten Mengen haben wir nicht zu urteilen. Dass er delikate Speisen in Luxusrestaurants liebt, zeigt nur seinen guten Geschmack.

Dem Bruder des Ministers, der als freier Berater und Consultant wesentlichen Anteil an der Vermittlung des Geschäfts hatte, steht natürlich eine Provision zu, über deren Höhe wir Vertraulichkeit vereinbart haben. Die Ausführung der Montagearbeiten vor Ort und der Zulieferungen überlassen wir  ganz den Firmen des Brüderpaares, das entspricht den Gepflogenheiten in Belusien und ist auch völlig in Ordnung.  Ebenso ist es uns eine Ehre, die Vorfinanzierung dieser Leistungen zu übernehmen und den Bauherren freie Hand zu lassen.

Als besonders gelungen empfand unser Gast die kleine Feier zum Vertragsabschluss mit akrobatischen Tanzdarbietungen junger Damen. Die goldenen Schreibutensilien zur Unterschrift wurden ihm als Erinnerung an dieses Ereignis überreicht.

 
Ein Beispiel, wie ernst wir es mit der Einhaltung von Gesetzen nehmen: unser Angestellter, den wir dem Minister für seinen Berlinbesuch als Chauffeur mit Firmenlimousine zur Verfügung gestellt hatten, rechnete als Reisespesen eine Currywurst ab, die er während einer Wartepause verzehrt hatte. Umgehend haben wir ihn verwarnt und  ihm diese Ausgabe gegen das eingesparte Mittagessen in der Firmenkantine verrechnet. Wehret den Anfängen! Erst ein kleiner Betrug bei der Reiseabrechnung, dann etwas Schummeln bei der Zeiterfassung und schließlich Unordnung, Pfuscharbeit und Diebstahl von Firmeneigentum.

Wir bleiben nicht nur sauber, sondern rein und dem Reinen ist alles rein.


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Tafelrunde

Von König Artus haben wir's gelernt: jeden Morgen Vollversammlung an der Tafel. So wurde England zur Weltmacht. 1500 Jahre später gibt es einen neuen Versuch: Jeden Arbeitstag, Schlag 7:45 Uhr sammeln sich die tapferen Ritter zur Runde, von Tafel zu Tafel. Ist hier ein Kreuz von rot zu gelb gewandert, kann dort ein grün verliehen werden? Lob & Tadel, Sieg &Vernichtung, selten sah man sie so nah beieinander.

Haltet ein, Sire!

Ihr unterbrecht mich, Sir Lancelot, was ist Euer Begehr?

Mit Verlaub, Sire, so ist ds nicht gedacht. Das Gesinde soll doch nicht drangsalieret werden. Vielmehr soll den Knappen gezeigt werden, dass sie mit wenig Mühe ihre Arbeit angenehmer machen können. Bei Verrichtung des Tagwerks sollen sie ihr Umfeld sauber und ordentlich halten, nicht auf den Boden spucken und das Gewerke nach dem Gebrauch putzen, den ausgetrunkenen Becher nicht irgendwohin werfen und, so sie dem Laster des Rauchens frönen, nicht den Boden mit Asche oder Kippen beschmutzen. "Den Hof gefegt, die Rüstung blank, erwirbst Du Deines Ritters Dank". Mit Lust an einem sauberen Arbeitsplatz dienen, das soll die Botschaft sein.

Hört, hört, ein schöner Vortrag, aber wo bleibt das Vergnügen für uns, die Herrschaft?

Eine frohe Gefolgschaft, die ihren Pflichten gerne nachkommt. Das sollte Euer Gnaden Freude genug bereiten.

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Streikbrecher

   Jack London über Streikbrecher:

"Nachdem Gott die Klapperschlange, die Kröte und den Vampir geschaffen hatte, blieb ihm noch etwas abscheuliche Substanz übrig, und daraus machte er einen Streikbrecher.

Ein Streikbrecher ist ein aufrecht gehender Zweibeiner mit einer Korkenzieherseele, einem Sumpfhirn und einer Rückgratkombination aus Kleister und Gallert. Wo andere das Herz haben, trägt er eine Geschwulst räudiger Prinzipien.
Wenn ein Streikbrecher die Straße entlang geht, wenden die Menschen ihm den Rücken, die Engel weinen im Himmel und selbst der Teufel schließt die Höllenpforte, um ihn nicht hinein zulassen. Kein Mensch hat das Recht, Streikbrecher zu halten, solange es einen Wassertümpel gibt, der tief genug ist, dass er sich darin ertränken kann oder solange es einen Strick gibt, der lang genug ist, um ein Gerippe daran aufzuhängen.
Im Vergleich zu einem Streikbrecher besaß Judas Ischariot, nachdem er seinen Herrn verraten hatte, genügend Charakter, sich zu erhängen. Den hat ein Streikbrecher nicht.
Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Judas Ischariot verriet seinen Heiland für 30 Silberlinge. Benedict Arnold verkaufte sein Land für das Versprechen, dass man ihm ein Offizierspatent in der britischen Armee geben würde.
Der moderne Streikbrecher verkauft sein Geburtsrecht, sein Land, seine Frau, seine Kinder und seine Mitmenschen für ein unerfülltes Versprechen seines Trusts oder seiner Gesellschaft.
Esau war ein Verräter an sich selbst. Judas Ischariot war ein Verräter an seinem Gott und Benedict Arnold war ein Verräter an seinem Land.
Ein Streikbrecher ist ein Verräter an seinem Gott, seinem Land, seiner Familie und seiner Klasse!"

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Kulturwandel

Die Militaristen nennen sich heute "Wehrexperten" und aus Folterknechten wurden
 Befragungstechniker.

Früher haben wir die Deliquenten beim Foltern so gequält, wie es uns einfiel. Die Opfer waren natürlich sehr verängstigt, weil sie nie wußten, welche Qualen auf sie zu kamen. Das führte mitunter sogar zu einem schlechten Gewissen bei uns Folterknechten. Wir haben erkannt, daß die Kommunikation zwischen Peinigern und Geschundenen verbessert werden muß.

Heute sprechen wir mit unseren Klienten den Folterplan durch und erstellen eine Schmerzprognose. Jetzt sind unsere Kunden ruhig und gefaßt, weil sie unsere Arbeit besser verstehen. Und wir haben wieder Spaß an der Arbeit.

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Bremer Stadtmusikanten

Die bekannte Viererbande von so unterschiedlicher Gestalt ist für viele Vergleiche verwendbar:

Gruppenarbeit: Eine Gruppe kann viel erreichen, wenn alle gemeinsam ein Ziel verfolgen. Der Einzelne mag schwach und nur einseitig begabt sein, wenn alle Talente vereint sind, erweist sich die Gruppe stärker als die Summe der einzelnen Kräfte.

Betriebsrat: Gemeinsam sind wir unerträglich.

Im Büro: Der oben hat zwar den meisten Überblick aber er kann sich nur oben halten, wenn die Unteren verstehen, worum es geht und einsehen, daß es auch für sie sinnvoll ist, ihre Fähigkeiten in das Unternehmen einzubringen.

Die gesamte Fabrik: Oben kräht einer, der den Weg weist, unten der Esel macht folgsam den Buckel krumm. Aber auch der dümmste Esel merkt irgendwann, wenn er nur ausgenutzt wird. Dann kann er ganz schön stur werden.

Unternehmen: Man kann den Vieren erklären, daß Räuber erschrecken nicht mehr ausreicht und sie jetzt international als TOP (Tier-organisierte Pyramide) in Las Vegas auftreten sollen, trotzdem wird aus dem Hahn kein Goldfasan, aus der Katze kein Puma, aus dem alten Hofhund kein Wolf und aus dem Esel kein Rennpferd.

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Masterplan *)

*) Als unsere Betriebsführung mal wieder nach einem Weg suchte, wie das Ergebnis zu verbessern wäre, erließ sie einen "Masterplan" : Halbierung der Werksfläche, Personalreduzierung und Beschränkung auf die Produktlinien, für die noch keine Aufträge vorlagen.
Für unsere Kleinen

Kinners, hab ich Euch schon die Geschichte von meinem Masterplan erzählt? Also das war so: wir waren damals mit unserem Schiff in schwere See geraten, das Schiff hatte schon mächtig Schlagseite, die Mannschaft hatte alle Hände voll zu tun. Im Kielraum stand das Wasser kniehoch, die Takelage drohte jeden Moment über Bord zu gehen und der Wind wollte und wollte nicht nachlassen.

Immer wenn wir dachten, das gröbste sei überstanden, kam wieder ein Brecher über Deck gefegt. Wie der Sturm so heulte und die Gischt mir ins Gesicht sprühte und ich mit beiden Armen den Mast festhielt, damit er nicht über Bord geht, da faßte ich einen Plan.

Und es war der Mast der mich darauf brachte, darum nannte ich den Plan "Masterplan". "Hört mal, Jungs" rief ich, "ich habe einen Plan. Wir sägen das Schiff in der Mitte durch, dann kann das Wasser achtern raus fließen, wir werden auch viel leichter dadurch und wenn das Wetter wieder besser ist, können wir bequem in den Hafen rudern".

Hein Blöd, mein Schiffsjunge, meinte: "das ist kein Masterplan, das ist ein Musterplan". "Wieso das denn, Hein?" "Na, wer sich das ausgedacht hat, muss der bescheuert sein". Bevor ich Hein eine passende Antwort ins Gesicht drücken konnte war er in der Kombüse verschwunden, er ist zwar blöd aber auch schnell.

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Meine Führungskraft

Aus Vorgesetzte sind Führungskräfte geworden. Sie sollen die Mitarbeiter so motivieren, daß sie sich eigenverantwortlich zum Wohle der Firma selbst ausbeuten.

Meine Führungskraft...

Sie achtet auf die richtige Auslastung meines Arbeitsplatzes
Sie weist mir nur Aufgaben zu, die meinem Wissen entsprechen
Sie berät mich, wenn ich Probleme bei der Erfüllung meiner Aufgaben habe
Sie fördert und fordert mich in dem Maße, wie ich es brauche
und wie sie es mit mir vereinbart hat
Sie lobt mich, wenn ich etwas gut mache
Sie tadelt mich, wenn ich etwas schlecht mache
Sie treibt mich an, wenn ich nichts mache
Sie bremst mich, wenn ich übertreibe
Sie ermutigt mich, wenn ich unsicher bin
Sie hilft mir, wenn ich nicht weiter weiß
Sie achtet auf meine Gesundheit
Sie lacht mit mir, wenn ich fröhlich bin
Sie tröstet mich, wenn ich niedergeschlagen bin
Sie verteidigt mich und meine Arbeit gegen Vorwürfe
auch wenn sie berechtigt sind
Sie kann das alles, weil ich offen mit ihr über meine Probleme rede.*)

*) Die letzte Zeile ist zensiert, die ursprüngliche Fassung nicht mehr auffindbar.

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Eine leere Seite

Was das soll? Eine total leere Seite ohne Bilder oder Text ist eine freie Fläche, die dem geneigten Leser Entspannung verheißt. Nichts anzusehen, aufzunehmen, umzusetzen, darüber nachzudenken. Einfach mal die Seele baumeln lassen, Streß abbauen, die Phantasie schweifen lassen. Ohne einen vorgegeben Text sich selbst etwas ausdenken. Die Gelegenheit ergreifen zur Selbstverwirklichung, ohne Zwänge oder Beschränkung die freie Fläche mit eigenen Gedanken füllen (auf Wunsch auch in Farbe). Ehrlich, jetzt sind Sie überrascht, ja verwundert! Bestimmt denken einige Skeptiker "dem ist nichts eingefallen und da läßt er eine Seite leer". Diejenigen glauben sicher auch, die Venus von Milo hat die Arme ab, weil der Bildhauer keine Arme konnte oder der Stein alle war. Nein, hier steht es doch; diese Seite bleibt leer, damit die Leserinnen und Leser sie selber füllen können. Kein Spiel, keine Witze oder Horoskope, die man konsumiert wie die anderen Texte, sonder ein Freiraum für jeden einzelnen Leser, ganz privat zu nutzen. Lassen Sie sich bloß nicht reinreden bei der Gestaltung! Auf Besserwisser mit wohlmeinenden Ratschlägen können Sie gerade noch verzichten. Das Schönste: Sie müssen ja nicht die Seite füllen. Ein Wort, ein Kringel tut es ja auch. Der Einzige, den das was angeht, sind Sie selber. Seien Sie mal nicht zu streng zu sich, von wegen "was ich anfange, muß auch ordentlich fertig werden". Ich spüre direkt Ihre Erleichterung. Keine Aufgabe mit Termin und Festlegung des Arbeitsumfangs, endlich mal nach Lust und Laune etwas tun oder sein zu lassen ohne Beobachtung oder Kritik. Andererseits darf man die Gefahr nicht übersehen, daß eventuell andere Leser dann doch etwas Sichtbares gestalten und es stolz herumzeigen. Wenn man dann selber nichts vorzeigen kann, steht man womöglich als einfallsloser Pinsel da. Für diese Fälle habe ich schon mal eine Killerphrase vorbereitet (sie sollen sich ja nicht unter Druck setzen lassen): "Lieber Kollege/liebe Kollegin (Unzutreffendes einfach weglassen) das hast Du/haben Sie falsch verstanden. Es geht nicht darum, mit seinen Ideen die Seite zu füllen und sie herumzuzeigen. Vielmehr ist die Phantasie gefragt, d.h. was man im Kopf mit der leeren Fläche macht - nicht auf dem Papier. Außerdem kann man dann die Seite immer wieder neu benutzen". Wie schon B. Becker sagte:"das Mentale passiert im Kopf". Nun will ich Sie nicht länger aufhalten, sicher sind Sie schon ganz ungeduldig und wollen sich entspannt daran machen, die leere Seite zu gestalten statt einen langweiligen Text zu lesen, immer in der Erwartung, daß vielleicht noch ein nützlicher Hinweis kommt oder eine Bedingung aufgestellt wird, die unbedingt einzuhalten ist. Da kann ich SIe beruhigen, es gibt keine Bedingungen - das sollte doch schon klar geworden sein -oder? Keine Vorschriften, keine Regeln. Selbst wenn ich dürfte, ich will einfach nicht. Seien Sie nicht so ängstlich und trauen Sie sich. So drauflos phantasieren ist Übungssache, mancher muß sich da erst wieder frei machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Stan & Olli. Stan: "was machst Du, Olli?" Olli: "Ich denke". Stan: "Was denkst Du?" Olli: "Nichts, nur so!"

Ich wünsche Ihnen Erholung, Entspannung, neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

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Management

Unter dem Titel "Fa. Wieselflink goes grazy" erschien dieser Artikel in der BR-Zeitung. Er beschreibt die modernen Mangamentmethoden. Selbstverständlich wären Übereinstimmungen mit tatsächlichen Vorkommnissen oder Personen rein zufällig.
Die Führungsriege der Wieselflink AG war gerade von einem outdoor-incensitive-training-Wochenende aus dem Berner Oberland zurückgekehrt. Man hatte sich abseits des Alltagsgeschäfts, mitten in der Natur (Kaviar mit den Fingern aus der Dose und so), näher kennengelernt. So nahe, daß einige der Herren am Montag nicht mehr miteinander sprechen mochten.

Der Berater von der Consultantfirma rief am nächsten Morgen noch einmal alle Herren zusammen und verlangte, daß der Schwung vom Wochenende jetzt gleich genutzt und umgesetzt werden muß. "Bringen wir frische Luft in den Betrieb, die Mannschaft braucht einen Kick". Gesagt - getan. Spontan wurde ein Powermaster-Team installiert, mit der Aufgabe, sofort ein paar knallige Ideen zu produzieren. Da zielgerichtet die kreativsten Köpfe für das Team eingeteilt wurden, ließen die Vorschläge nicht lange auf sich warten.

A: Wie wäre es, wenn wir alle Bereiche und Abteilungen neu benennen, das gibt immer einen Riesenwirbel.
B: Nicht schlecht, bloß: das machen wir doch jedes Jahr, daran haben sich schon alle gewöhnt, das wird doch kaum noch zur Kenntnis genommen.
A: Dann sollten wir für alles englische Bezeichnungen verwenden, ohne deutsche Übersetzung.
B: Das ist gut! Da merken sofort alle, daß wir global player sind, das ist modern. So wird's gemacht. Wir brauchen aber noch mehr - etwas, das richtig aufrüttelt.
A: Wir sollten etwas umziehen lassen, die Büros in die Werkhalle oder auf die Gallerie, die Warenannahme in den Versand z.B.
B: Toll, Umzüge bringen immer Unruhe, wird sofort in die Planung gegeben. Weiter so, Sie sind auf dem richtigen Weg.
A: Ich hätte da noch was aber das scheint mir etwas gewagt...
B: Nur raus damit, wenn es um die Zukunft geht, darf nicht gezaudert werden.
A: Also man könnte die Belegschaft drastisch reduzieren und gleichzeitig die genutzte Fläche halbieren.
B: Wow - das ist es. Sie sind ein Genie. Das ist der reinste Wahnsinn. Ich habe ja immer gewußt, daß Genie und Wahnsinn dicht beieinander wohnen.
A: Und wir sparen dabei auch eine Menge Kosten
B: Ja ja, ich bin doch schon überzeugt.
A: Wir sollten parallel dazu alle wichtigen Planungs- und Entscheidungsfunktionen vom Standort abziehen und woanders durchführen lassen.
B: Prima, dazu führen wir Synergieeffekte ins Feld. Die hören sich immer gut an und keiner kann sie nachprüfen.
A: Marketing, Vertrieb und die Preisfestlegung für die Produkte sollte man von der Produktion trennen.
B: Gut so, das gehört nicht zur Kernkompetenz der Fertigung. Das können andere billiger und besser.
A: Entschuldigung, das ist doch das Argument für Outsourcing.
B: Richtig, da habe ich mich vergaloppiert. Ich meine: die Leute, die den Markt kennen, sitzen draußen beim Kunden, das kann der Fertiger nicht.
A: Jetzt haben wir schon ein nettes Paket beisammen. Wir müssen uns aber auch auf Nörgler und Bedenkenträger einstellen. Sicher findet sich jemand, der die Maßnahmen für zu riskant hält.
B: Kann ich mir bei dieser fundierten, durch intensive Marktbeobachtung hinterlegten Planung kaum vorstellen.
A: Falls jemand einwendet, wir hätten keine Bewegungsfreiheit mehr, um Schwankungen im Geschäft auszugleichen, lautet die Antwort: Eventuell auftretende Engpässe bewältigen wir durch Mehrarbeit und Leiharbeiter.
B: Sie sagen es. Nun hören Sie auf, offene Türen einzurennen, ich bin doch schon dabei, die Präsentationsfolien vorzubreiten.
A: Das wäre ein Zeichen an die Belegschaft und an den Vorstand, daß der Standort sich für die kommenden Aufgaben rüstet.
B: Wo sie es gerade erwähnen: man sollte vielleicht doch etwas über die zukünftige Produktion aussagen.
A: Jetzt fangen Sie mal nicht an, rumzumäkeln. Wollen Sie den Kick oder nicht.
B: Natürlich, ich bin auch total begeistert. Nur sollten wir den Kick so vermitteln, daß sich die Leute nicht gleich in den Hintern getreten fühlen.
A: Wofür haben wir eigentlich einen Betriebsrat? Der kann sich ja auch mal Gedanken über die Zukunft der Firma machen.
B: Ein genialer Schachzug. Wir reizen den Betriebsrat mit einer für ihn nicht akzeptablen Planung, bringen ihn auf die Barrikaden und zwingen ihn zur konstruktiven Mitarbeit. Wenn das Ergebnis zum Erfolg führt, stehen wir als die demokratiefähigen Manager da, wenn nicht, ist der Betriebsrat schuld.

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Management II

Unter dem Titel "Fa. Wieselflink lernt von den Großen" erschien dieser Artikel im März 2005 in der BR-Zeitung.
  Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat viel Schelte einstecken müssen. Nicht, dass sein Unternehmen Not leiden würde oder nicht hochprofitabel wäre - nein - er hat mit der Verkündung des besten Ergebnisses seit Jahren das Versprechen verknüpft, die Rendite der Aktionäre auf 25 Prozent zu treiben und dabei 6500 Jobs abzubauen. Man wirft ihm vor, zu offensichtlich die Gier der Kapitalgeber zu bedienen, zu Lasten der Beschäftigten. Er tut damit zwar im Prinzip nichts anderes als alle Großunternehmen, nur lassen die anderen meist ein paar Tage zwischen den beiden Ankündigungen verstreichen, vertrauend auf das schlechte Kurzzeitgedächtnis der Öffentlichkeit.
 
Steigende Gewinne, sinkende Personalkosten, Verlagerung ins billige Ausland und Optimierung der Steuerlasten, das sind Themen, die in der Grundsatzabteilung der Fa. Wieselflink täglich diskutiert werden.

Heute hat der Chefvisionär (CV) der Unternehmensleitung die Sparkommissare der einzelnen Profitcenter zu einer chinesischen Teezeremonie zusammengerufen. "Lassen Sie uns über das kommende Jahr hinausschauen" fordert er die quartalsfocussierten Tabellenakrobaten heraus, "wenn wir den Gewinn im kommenden Jahr verdoppeln und die Personalkosten um 20 Prozent senken, wie sehen dann die Ziele für die nächsten fünf Jahre aus?". Unwillen macht sich breit, "wer weiss schon, was in einem halben Jahr ist, wieso den Kopf über ungelegte Eier zerbrechen?". "Aber meine Herren, wir brauchen große Ziele, Visionen, ein Leitbild, eine Corporate Identity, ein "go for..." irgendwas, das wir dem Markt und der Börse präsentieren können".

H.-P. Profitlich, durch Doppelstudium (Germanistik und ägyptische Archäologie) bestens qualifizierter Asset-Manager der Sparte SE (something else) fängt sich als erster und verkündet, dass bei Fortschreibung der Entwicklung der Gewinn in fünf Jahren bei dem 16-fachen liegen wird und die Personalkosten dann auf 41 Prozent der heutigen gesenkt sein werden. "Das ist aber ein sehr konservativer Ansatz, junger Freund" meint dazu der CV. "Mehr Dynamik darf es schon sein, wo bleiben die Vorschläge zum Personalabbau, dem Herzstück jeder zukunftsträchtigen Unternehmensstrategie?" Das lässt sich die Runde nicht zweimal sagen. Es entzündet sich ein Feuerwerk vorzüglicher Ideen durch Verlagerung, Outsourcing, Verschlankung, Kernkompetenz-Konzentration, Restruktion usw. die Arbeitskosten zu senken. Alles zur Rettung der Arbeitsplätze, zumindest der verbleibenden, die nur mit Arbeitszeitverlängerung und Streichung unnötiger Nebenleistungen (so genannter Sozialmüll) zu halten sind. Die Entlohnung ist abhängig vom Unternehmenserfolg zu gestalten, denn warum soll ein Arbeiter vollen Lohn bekommen, wenn es dem Betrieb mal nicht so gut geht.

"Moment mal" meldet sich Grünschnabel H.-P. Profitlich wieder zu Wort, "wenn sich der Gewinn jedes Jahr verdoppelt, steigen doch die Einkommen der Beschäftigten auch jedes Jahr und die Personalkosten gehen wieder in die Höhe". Da wird aber herzlich gelacht in der Runde. So ist das selbstverständlich nicht gemeint mit der erfolgsabhängigen Entlohnung. Das übergeordnete Unternehmensziel (Kostensenkung, siehe oben) ist natürlich als Orientierung niemals aus den Augen zu verlieren. Man wird dann schon sehen, ob ein Verteilungsspielraum bleibt.

Nachdem dieser Irrtum aufgeklärt ist, geht man zufrieden in die Mittagspause.

Der CV kann es nicht lassen, unseren H.-P.P. auf den Arm zu nehmen. "Rechnen Sie doch mal durch, welcher Profit erreichbar ist, wenn wir das Personal radikal abschaffen und nur der Vorstand mit Sekretariat und Chauffeur übrigbleibt". Der Angesprochene findet das nicht lustig. Er hatte doch schon vor einem Jahr den Vorschlag eingereicht, die Spitzenpositionen des Unternehmens durch hochqualifizierte Manager aus Indien zu einem Bruchteil der bisher üblichen Vergütung zu besetzen und war damit achtkantig aus dem Vorstandsbüro geflogen. Seitdem plagen ihn gelegentlich Zweifel, ob die globalen Strategien für alle gelten und warum gerade die Handelnden ausgenommen sind.

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Zitate zur Arbeit

Missrät dir voll dein Tagesplan,
sei abends dir als Trost bekräftigt:
Du hast zwar heute nichts getan,
doch warst den ganzen Tag beschäftigt.
(Karl Heinz Söhler)
Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
(Noël Coward)
Ein Faulpelz ist ein Mensch, der sich keine Arbeit damit macht, sein Nichtstun zu begründen.
(Gabriel Laub)
Teamarbeit ist, wenn vier Leute für eine Arbeit bezahlt werden, die drei besser machen könnten, wenn sie nur zu zweit gewesen wären und einer davon krank zu Bett läge.
(Martin Wolgast)
Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode langweilen.
(Winston Churchill)
  Wussten Sie schon, dass Arbeitsschutz nicht vor Arbeit schützt?
(Manfred Strahl)
Das Glück kommt nicht einfach und klopft an, man muss es sich erarbeiten. (Franz Kern)
 

 

 
Wer zusieht, dem ist keine Arbeit zu schwer. (Sprichwort) Stöhnen ist die halbe Arbeit. (ÖTV-Vorstand)
 

 

 
Fünf Minuten dumm stellen erspart oft eine Stunde Arbeit.(Volksmund) Mein Vater lehrte mich zu arbeiten, aber er hat mich nicht gelehrt, es gern zu tun. (Abraham Lincoln)
 

 

 
Was kann an der Arbeit gut sein, wenn die Reichen sie den Armen überlassen? (Graffito) Echte Arbeit bedarf immer der Einsicht und des freien Willens. Alles Andere ist Frondienst oder Pfusch.
(Lars O. Heintel)
 

 

 
Arbeit: eines der Verfahren, mit dem A dem B Eigentum erwirbt. (Ambrose Bierce) Wer es einmal soweit gebracht hat, dass er nicht mehr irrt, der hat auch zu arbeiten aufgehört.
(Max Planck)
 

 

 
Der größte Fehler der Neuzeit besteht darin, zwischen Freizeit und Arbeitszeit zu trennen. Produktive Arbeit wird durch diese Anschauung unterdrückt und viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt.
(Max Putzler)
Denn eine gelungene Arbeit zieht sogleich die nächste nach sich; und wer seinen Erfolg nicht erlistet, sondern redlich gewinnt, weiß nichts von Sieg, und gewiss nichts von Berauschung.(Heinrich Mann)
 

 

 
Arbeite, als ob du ewig leben würdest, und lebe so, als ob du morgen sterben würdest. (Rosemarie Schuder) Aus dem Wort "Fortschritt" hören die meisten Menschen "weniger Arbeit" heraus. (Thomas Niederreuther)
 

 

 
Alle Menschen haben die Anlage, schöpferisch zu arbeiten Nur merken es die meisten nie. (Truman Capote) Bitte um Gottes Segen für Deine Arbeit, erwarte aber nicht, dass er sie auch noch tut. (Norbert Blüm)
 

 

 
Arbeit ist das beste Heilmittel für alle Krankheiten und alles Elend, das die Menschheit je befallen hat - ehrliche Arbeit! (Thomas Carlyle) Das Gesetz der Arbeit scheint äußerst ungerecht - aber es ist da, und niemand kann es ändern: Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt. (Mark Twain)
 

 

 
Und - denken Sie daran: Wer eine Arbeit zu schnell erledigt, bekommt eine neue. (Roman Köster) Auf die Arbeit schimpft man nur so lange, bis man keine mehr hat. (Sinclair Lewis)
 

 

 
Wer lange arbeitet, muss nicht automatisch viel arbeiten. (Franz Kern) Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit (Horaz)
 

 

 
Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins. (Peter Rosegger) Der Gescheite lebt vom Dummen, und der Dumme von seiner Arbeit. (Franz Kern)
 

 

 
Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klasse
(Oscar Wilde)
Das Talent arbeitet, das Genie schafft.
(Robert Schumann)
 

 

 
Arbeit hat für mich etwas Faszinierendes. Ich kann stundenlang davorsitzen und sie anschauen.
(Jerome K. Jerome)
Besorge draußen deine Arbeit und bestelle sie dir auf dem Felde; hernach magst du dann dein Haus bauen.
(Sprüche 24,27)
 

 

 
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Darum ist sie bei vielen Leuten so unbeliebt.
(Günther Weisenborn)
Arbeit ist die ewige Last, ohne die alle übrigen Lasten unerträglich würden. (Klaus Mann)
 

 

 
Denn wer nachts arbeite, genieße, wenn die andern früh zur Mühe gehn. (Goethe, Pandora) Wer für die Katz arbeitet, kommt schnell auf den Hund.
(Verfasser unbekannt)
 

 

 
Der Anfang ist der allerwichtigste Teil der Arbeit. (Sprichwort) Solang der Arsch in die Hose passt, wird keine Arbeit angefasst. (Volkstümlich)
 

 

 
Arbeit ist schwer, ist oft ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten - das ist die Hölle
(Thomas Mann)
Die Arbeit, dieser Fluch, womit Gott das menschliche Geschlecht segnete, gibt uns wahres und dauerhaftes Vergnügen. (Justus Möser)
 

 

 
Der Eifer der Arbeit wirkt oft in einer Stunde mehr, als der mechanische, schläfrige Fleiß in drei Stunden.
(Gellert)
Wenn A für Erfolg steht, dann gilt die Formel A = X + Y + Z. X ist Arbeit, Y ist Muße und Z heißt Mundhalten.
(Albert Einstein)
 

 

 
Das Management arbeitet am System, der Mitarbeiter im System. (Philip B. Crosby) Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit. (Verfasser unbekannt)
 

 

 
Der Schweiß ist die Träne der Arbeit. (Peter Hille) Die Arbeit als solche macht Vergnügen. (Martial)
 

 

 
Arbeiten, um nicht denken zu müssen, ist auch Faulheit
(Erhard Blanck)
Wenn jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen
(2. Thess. 3, 10)
 

 

 
Der Weg zum Reichtum hängt hauptsächlich an zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit. (Benjamin Franklin) Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort.
(Schiller, Lied von der Glocke)
 

 

 
Jucundi acti labores. Angenehm sind die erledigten Arbeiten. (Cicero) Einen Beruf haben wir, um nützlich zu scheinen.
(Erhard Blanck)
 

 

 
Arbeitgeber - ist schwer denkbar ohne Arbeitnehmer.
Arbeitnehmer - ist schwer denkbar ohne Arbeitgeber.
(Manfred Rommel)
Die guten Vorsätze, die an den Feiertagen gefasst worden sind, werden gleich am ersten Arbeitstag von der Wirklichkeit überrollt. (Günter Bauer)
 

 

 
Arbeit ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
(Verfasser unbekannt)
Der Müßiggang, nicht die Arbeit ist der Fluch des Menschen.
(Smiles)
 

 

 
Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens. (John Ernst Steinbeck) Mitleid bekommst du geschenkt, den Neid musst du dir hart erarbeiten. (Verfasser unbekannt)
 

 

 
Jeder, der Spiele nur für Spielerei hält und die Arbeit zu ernst nimmt, hat von beidem wenig begriffen!
(Heinrich Heine)
Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist. (Robert Lembke)
 

 

 
Die Menschheit wird erst glücklich sein, wenn alle Menschen Künstlerseelen haben werden, das heißt, wenn allen ihre Arbeit Freude macht. (Rodin) Unser Denken ist träger als unsere Muskeln, geübter in Ausflüchten, die es erlauben, der Arbeit zu entgehen. (Stanislaw Brzozowski)
 

 

 
Alle ungeschickten Arbeiter schimpfen auf ihr Werkzeug.
(Russisches Sprichwort)
Zuviel Fleiß im Kleinen macht meistens unfähig zum Großen
(La Rochefoucauld)
 

 

 
Nachgiebigkeit macht immer alle Mühe und Arbeit halb verloren. (Goethe) Wer nicht rasten kann, kann auch nicht arbeiten
(Harry Emerson Fosdick)
 

 

 
Wenn man systematisch acht Stunden täglich arbeitet, kann man es dazu bringen, Chef zu werden und vierzehn Stunden täglich zu arbeiten. (Robert Frost) Wer wird nicht traurig, wenn der Erfolg einer Arbeit, die er mit Eifer betrieb, ins Nichts welken sieht.
(Erwin Strittmatter)
 

 

 
Wie viele Fälle sehen wir im Leben, wo die Menschen wie verrückt arbeiten und in Wirklichkeit erkennt man, dass die Angst sie treibt. (Erich Fromm) Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis; Ehrt den König seiner Würde, ehret uns der Hände Fleiß.
(Schiller, Lied von der Glocke)
 

 

 
Arbeitsplatz oder arbeitslos - das ist Einstellungssache.
(Verfasser unbekannt)
Ich arbeite nach dem Prinzip, dass man niemals etwas selbst tun soll, was ein Anderer für einen erledigen kann. (Rockefeller)
 

 

 
Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. (1. Timotheus 5,18) Ein Gramm Eindruck ist ein Kilo Arbeit wert.
(Murphy's Gesetz)
 

 

 
Wer nichts anderes zu tun hat, sollte ruhig arbeiten.
(Verfasser unbekannt)
Der Kerl, der die Arbeit erfunden hat, muss nichts zu tun gehabt haben. (Berliner Redensart)
 

 

 
Die Arbeit, die uns freut, wird zum Ergötzen.
(Shakespeare, Macbeth)
Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die Natur.
(Locke, Über die Leitung des Verstandes)
 

 

 
Ein guter Manager ist jemand, der Besucher empfängt, damit seine Untergebenen unterdessen ungestört arbeiten können. (Franz Kern) Die meisten Menschen werden nur deswegen nicht reich, weil sie vor lauter Abeit keine Zeit zum Geldverdienen haben. (Jimmy Durante)
 

 

 
Arbeit kuriert viele Narren, und in der arbeitenden, dürftigen Klasse finden sich auch die wenigsten Narren, wohl aber unter Reichen, Mächtigen und Müßigen. (Weber) Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: Wer die Butter hat, wird frech.
(Kurt Tucholsky)
 

 

 
Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit. (Cicero) Guter Anfang ist halbe Arbeit. (Sprichwörtlich)
 

 

 
Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als dreißig Tage dafür zu arbeiten.
(Nelson Rockefeller)
Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
(Aristoteles)
 

 

 
Die Arbeit hält drei große Übel fern: Die Langeweile, das Laster und die Not. (Voltaire) Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuss im Leben. (Rosa Luxemburg)
 

 

 
Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen einzigen außergewöhnlichen Menschen ersetzen. (Elbert Hubbard) Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel. (Goethe)
 

 

 
Gute Belohnung macht willige Arbeiter. (Sprichwort) Hab und Gut liebt stärker, wer es sich erarbeitet, als wer es geerbt hat. (Aristoteles)
 

 

 
Hausarbeit ist die Tätigkeit, die erst bemerkt wird, wenn sie nicht getan wird. (Verfasser unbekannt) Ein Hobby ist harte Arbeit, die niemand täte, wenn sie sein Beruf wäre. (Günther Schramm)
 

 

 
Ein Mensch sagt und ist stolz darauf,
ich geh' in meiner Arbeit auf!
Doch bald darauf - nicht ganz so munter -
geht er in seiner Arbeit unter. (Eugen Roth)
Der Trick in dieser Welt ist herauszufinden, was man gerne tut, und dann noch jemanden zu finden,der einen dafür bezahlt.
(Unbekannt)
 

 

 
Häufig leidet man daran, dass man zwar viel Arbeit, aber keine Aufgabe hat. (Hellmut Walters) Manche Arbeiten muss man Dutzende Male verschieben,bevor man sie endgültig vergisst.
(Münchner Medizinische Wochenschrift)
 
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Stand: 08. Juli 2011.